Es war ein kühler Herbstmorgen, als ich, Markus, nach einer langen Nachtschicht im Hotel nach Hause kam. Die Stadt lag noch im Halbschlaf, die Straßen waren ruhig, nur das Rascheln der Blätter begleitete meinen Weg. Meine Frau Lena, Grundschullehrerin, war wie immer schon früh aus dem Haus, um ihre Klasse zu unterrichten. Unser Reihenhaus in Schwabing war still, als ich die Tür aufschloss, die Schuhe abstreifte und die Jacke an die Garderobe hängte. Die letzten Monate waren anders gewesen, seit Mia bei uns eingezogen war.
Mia war 22, eine junge Frau mit dunklen Haaren und leuchtend blauen Augen, die vor ein paar Monaten bei uns gelandet war. Lena hatte sie bei einem Elternabend kennengelernt – Mia war die ältere Schwester einer ihrer Schülerinnen. Nach einem Streit mit ihrer Mutter stand sie plötzlich auf der Straße, und Lena, mit ihrem großen Herzen, hatte ohne Zögern angeboten, sie bei uns aufzunehmen. Mia brachte kaum mehr als einen Rucksack mit, als sie in unser Gästezimmer zog. Anfangs war sie schüchtern, fast unsichtbar, hielt sich zurück und sprach wenig. Sie hatte schnell einen Job als Kellnerin in einer Bar in der Innenstadt gefunden, was bedeutete, dass sie oft abends arbeitete, genau wie ich. Unsere Wege kreuzten sich meist morgens, wenn ich von der Schicht heimkam und sie noch im Haus war.
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