Schnell. Setze ich mich in meinem Bett auf. Erschrocken in die Dunkelheit meines Schlafgemachs starrend. Der Wind heult um das alte Herrenhaus, dass sich seit Generationen im Familienbesitz befindet. Der Regen trommelt an das grosse Fenster, erfüllt den Raum mit seinem rhythmischen Klang.
Ich habe vergessen die Öllampe im Büro abzudrehen. Nicht auszumahlen was geschehen könnte, wen sie Feuer fängt. Schnell würde alles in Flammen stehen, die Bücherregale bis an die Decke ragend. Voll mit Literatur aus der ganzen Welt. Die Möbel aus Holtz, so wie auch das Haus aus ihm Gebaut. Eine Katastrophe würde sich ereignen.
Ich setze mich an den Rand meines grossen Bettes. Die nackten Füsse auf den kühlen Bretterboden gestellt, richte ich mich auf. Mit einem Streichholt entzünde ich die kleine Kerze in der Laterne, und ziehe meinen Morgenmantel über meinen nackten Körper. Sanft schmiegt sich der Stoff an meine Haut.
Mit der Laterne in der Hand, gehe ich in Richtung der grossen Tür. Das Knarren hallt in dem dunklen Gemäuer, als ich sie öffne. Schritt für Schritt gehe ich durch den langen Gang im Westflügel, vorbei an den Portraits meiner Vorfahren. Ich bleibe bei dem Gemälde von Onkel Gustaf stehen. Leuchte es mit der Laterne an. Ein kalter Schauer läuft mir über den Rücken, betrachte ich seinen grimmigen und ernsten Blick. Der alte Fischgrat Parkett jammert unter meinen schritten und das Ticken der Standuhr im Büro kommt immer näher.
Ich sehe die Tür meines Büros, und schaue ein zweites mal. «Hatte ich die Tür nicht geschlossen»? vorsichtig trete ich ein, schleiche Förmlich über den grossen Teppich. «tatsächlich. Sie brennt noch». Ich gehe auf die Lampe zu, die auf meinem Schreibtisch steht, und den Raum mit einem feinen Schein beleuchtet. Die Vorhänge tanzen leicht durch den Zug der undichten Fenster, als es hinter mir knarrt. Schnell drehe ich mich um, strecke die Laterne von mir um auszuleuchten was mich erschreckt. Zittrig hängt sie in meiner Hand, und Klappert leise.
«Miss Cheng. Was machen Sie hier»? mein Dienstmädchen steht vor mir, tritt langsam in den Lichtkegel der Laterne.
«Entschuldigen Sie Herr Soulages, ich wollte Sie nicht erschrecken. Ich habe gehört wie Sie durch die Gänge wandeln, und wollte mich vergewissern ob alles in Ordnung ist». Still stehen wir im Raum, die Flamme der Öllampe steht steiff und regungslos in Ihrem gläsernen Gefängnis. Welch schönheit Miss Cheng ist. So steht Sie im leichten Seidenkleid da, die Unterwäsche scheint zart hindurch.
Ich verweile im Anblick, doch schnell sind Ihre Schritte in meine Richtung, und Ihre zarten Arme um mich geschlungen spüre ich Ihren Atem ganz nah. Verwirrt doch nicht unglücklich halte ich Sie im Arm, kann nicht widerstehen mit meiner Hand Ihren Rücken sanft zu streicheln.
Miss Cheng lässt mich ein wenig frei, schaut mir in die Augen. Feuer scheint zwischen unserem Blick zu brennen. Ihre Hände gleiten von meinen Schultern nach unten, streichen über meine Brust. Wohlige Wärme fliesst durch meinen ganzen Körper, während sich unsere Blicke fixieren.
«Kommen Sie mein Herr, ich begleite Sie zurück in Ihr Gemach». Miss Chengs Hand greift nach meiner. So Zart und Warm fühlt es sich an. Langsam geht Sie voran. Zurück durch den langen Gang in Richtung meines Schlafgemachs. Miss Cheng bleibt vor der Tür stehen. Sieht mich intensiv an. «Ich wollte Ihnen schon lange sagen Herr…». Sie verstummt, richtet Ihren Blick nach unten und Atmet schwer. «Was wollten Sie mir schon lange sagen Miss Cheng. Sie wissen doch das ich möchte, das wir immer offen und ehrlich zu einander sind». Miss Cheng geht einen Schritt zurück, sieht mich an. «Ich kann nicht ohne Sie zu beobachten. Ihre Art Ihre Güte. Ich fühle mich schon lange zu Ihnen hingezogen, doch was soll ich auch als Bedienstete versuchen. Sie würden mich nicht war nehmen.»
Ich trete näher, lege meine Hände zart an Ihren Hals. «Und wie ich Sie wahrnehme, jeden einzelnen Tag». Meine Lippen legen sich sanft auf die Ihren. Die Zeit steht still. Alle Geräusche scheinen zu verstummen, als sich unsere Zungenspitzen berühren. Sanft. Leise. So zart und warm. Feucht fühlt es sich an. So sinnlich. Wir verharren im Moment.
Als wir uns lösen, sind Ihre Augen geschlossen. Leicht geöffnet Ihr Mund, dem ein leises Flehen entweicht. Dann sieht Sie mich an, und ich führe Miss Cheng rückwärts in mein Gemacht. Die Laterne auf den Nachtisch gestellt. Gibt es sonst nichts was uns Erhellt, ausser die Leidenschaft und Erregung die in uns brennt.
So steht Sie da, dicht vor meinem Bett. Ich führe meine Hände sanft unter das seidene Kleid. Lege es über Ihre Schultern und sehe dabei zu wie es sanft zu Boden gleitet. Sie tut es mir gleich, und ich fühle wie mein Morgenmantel an meiner Haut nach unten fällt.
Ein Schritt auf Sie zu. Eine Bewegung in Ihre Richtung, finden meine Lippen Ihren Hals. Langsam und Behutsam erforsche ich Ihn, rieche dabei den süssen Duft ihrer Haut, kann nicht weichen ohne jeden Zentimeter zu Liebkosen. Leise entweicht Ihr die Lust mit einem Stöhnen, Schneller schlagen unsere Herzen. Verbinden sich zu einem Takt mit dem trommeln der Regentropfen am Fenster. Eine Symphonie der Leidenschaft erfüllt den in sanftes Licht gehüllten Raum. Tanzend die Flamme der kleinen Kerze, pulsiert die Atmosphäre unter unserer Hitze.
Meine Hände langsam über Ihre Schulterblätter streichend, öffnen meine Finger den Verschluss Ihres BHs. Ich ziehe in aus. Spüre wie er auf meinen Füssen landet. Tief schauen wir uns in die Augen und ich drücke Miss Cheng langsam nach hinten. So liegt Sie auf dem hochgelegenen Bett. Ihre Beine angewinkelt über die Bettkannte baumelnd, beuge ich mich über Sie. Die Brüste, klein und rund von solcher Schönheit. Scheint es als, würden sie im warmen Licht der Kerze glühen. bis sich meine Handflächen auf sie legen und mit leichtem Druck umschlingen. Ihre Hände neben Ihrem Kopf liegend, stütze ich mich mit den meinen auf den zarten Handgelenken ab. Leicht und doch bestimmt fixiert, bewegen sich meine Lippen über Ihre Schultern bis zu den Brüsten. Mit kleinen Küssen auf Ihre steifen Nippel führe ich die Szene an und bemerke Ihren Atem, der sich langsam beschleunigt.
Ich wandere weiter nach unten, führe meine Zunge sanft über Ihren Bauch bis zu Ihrem Venushügel auf dem ich den Druck leicht erhöhe.
Mit leichtem Griff. Jedoch bestimmt, führe ich Ihre Hände nach unten und halte diese unter Ihrem Kreuz in Position. Schritt für Schritt, nähern sich meine Lippen Ihrer Klitoris, bis diese sich an meiner Zungenspitze zu erkennen gibt. Miss Cheng Atmet laut. Drückt mit dem Kopf gegen die Matratze und hebt Ihren Brustkorb in Richtung Decke. Sichtlich geniesst Sie das Spiel, und meine eigene Erregung wächst zu einem harten Glied heran.
So gebe ich Ihre Hände frei, beuge mich über den schimmernden Körper und dringe langsam in Ihn ein. Nur ein wenig, nur einige Zentimeter bevor ich in der Position verharre, um erneut Ihren Hals zu liebkosen.
Ihre Finger meinen Rücken streichend, dringe ich Tiefer ein und bewege mich langsam vor und zurück. Immer weiter ergeben wir uns der Leidenschaft. Vereint in dem Moment wird unser Atem immer schneller und lauter. So auch meine Bewegungen. Voller Lust und Feuer blicken Ihre Augen in die meinen, zittern in unseren Körpern hält uns in Bewegung.
Es ist intensiv und stark das Empfinden, ich richte mich auf. Stehen, den Blick mit geschlossenen Augen an die Decke gerichtet. Immer schneller und weiter mein Weg in Ihr, nimmt die Nässe zwischen uns plötzlich zu, wobei wir es beide zu verantworten haben. Ein lautes Stöhnen, ein tiefer Ruck lässt unsere Körper pulsierend zurück. Atemlos, in Position verharrend geniessen wir die Entspannung die sich langsam über unsere Körper legt.
Zufrieden lächelnd begegnen sich unsere Blicke, während sich unser Herzschlag langsam beruhigt. Ich befreie mein Glied, spüre die kälte des Raums an der noch feuchten Haut. Miss Cheng legt sich zufrieden in die Mitte des Bettes und blickt mich wartend an. Ich lösche die kleine Kerze in der Laterne und lege mich neben Sie.
Hand in Hand das erlebte geniessend, entspanne ich nach und nach. Bald fühle ich mich immer leichter, die Gedanken werden leiser und ich gleite in den schlaf. Nicht merkend das Miss Cheng sich davon geschlichen hat. Sinke ich in die Träume. Ruhe kehrt ein. Es vergeht nur wenig Zeit, bis mein Schlaf flacher wird. Die Gedanke sich zu erkennen geben, klar wird der eine in meinem Kopf.
Schnell. Setze ich mich in meinem Bett auf. Erschrocken in die Dunkelheit meines Schlafgemachs starrend.
© Dominic Hartmann



