Es war einer dieser Abende, an denen die Luft schon vor Aufregung knisterte, noch bevor der erste Schluck Alkohol über die Lippen ging. Wir saßen in der kleinen, gemütlichen Wohnung meiner Freundin Lena, mitten in einer engen Altbauwohnung in Berlin-Kreuzberg. Die Fenster waren gekippt, der Geruch von billigem Rotwein und Zigarettenrauch lag in der Luft, und aus den Boxen dudelte irgendeine Indie-Playlist, die keiner wirklich beachtete. Neben Lena und mir waren noch vier ihrer besten Freundinnen da – ein Haufen quirliger, kichernder Frauen, die mich immer ein bisschen auf Trab hielten. Ich heiße übrigens Max, und wenn ich ehrlich bin, wusste ich schon beim Reingehen, dass dieser Abend irgendwie aus dem Ruder laufen würde. Das passierte immer, wenn wir alle zusammen tranken.
Wir saßen auf dem abgenutzten Sofa und den bunten Kissen, die auf dem Boden verteilt waren, als jemand vorschlug, Wahrheit oder Pflicht zu spielen. Lena grinste mich an, ihre Augen funkelten verschmitzt, und ich wusste sofort, dass sie irgendwas im Schilde führte. Sie hatte dieses Lächeln, das mich jedes Mal nervös machte – auf die gute Art. Der Abend startete harmlos. Jemand musste ein peinliches Geheimnis erzählen, eine andere wurde aufgefordert, einen Schluck aus einem widerlichen Mix aus Wodka und Orangensaft zu trinken. Lena und ich knutschten kurz, als sie „Pflicht“ gewählt hatte, und die anderen johlten wie Teenager. Es war locker, es war lustig, aber die Stimmung kippte, als die Flasche Rotwein leer war und die zweite geöffnet wurde.
Ich war dran, und als ich „Pflicht“ sagte, lehnte sich Clara, eine von Lenas Freundinnen, mit einem breiten Grinsen nach vorne. Clara war so der Typ Frau, der immer sagte, was sie dachte – manchmal zu direkt, aber genau das machte sie interessant. Sie hatte kurze, schwarze Haare, ein Piercing in der Lippe und einen Blick, der dich entweder nervös machte oder anturnte. „Ich fordere dich auf, dich von mir fesseln und die Augen verbinden zu lassen – und dann wird eine von uns dich vögeln“, sagte sie, als wäre es das Normalste auf der Welt. Der Raum explodierte in Gelächter und aufgeregtes Gekreische, während ich spürte, wie mir die Hitze ins Gesicht schoss. Ich drehte mich zu Lena, denn hey, sowas geht nur, wenn sie grünes Licht gibt. Sie biss sich auf die Unterlippe, ihre Augen leuchteten förmlich, und dann flüsterte sie: „Mach’s. Ich will das sehen.“
Mein Herz schlug wie verrückt, aber ich zuckte mit den Schultern und sagte: „Scheiß drauf, dann los.“ Die Mädels johlten wieder, und Lena war schneller auf den Beinen, als ich gucken konnte. Sie zog mich am Arm hoch, ihre Finger zitterten ein bisschen vor Aufregung, während sie mir das T-Shirt über den Kopf zerrte. „Zieh die Hose aus, Max“, flüsterte sie mir ins Ohr, ihre Stimme rau und irgendwie fordernd. Ich tat, wie mir geheißen, und stand innerhalb von Sekunden nackt in der Mitte des Wohnzimmers. Ich spürte die Blicke der anderen auf mir, und verdammt, das machte mich an. Mein Schwanz war schon hart, bevor überhaupt irgendwas passiert war, und ich konnte das Kichern und die geflüsterten Kommentare hören, während Lena mich zu einem alten Holzstuhl in der Küche dirigierte, der irgendwie fehl am Platz wirkte.
Clara kam mit einem Schal und einer dünnen Kette aus ihrer Tasche – keine richtigen Handschellen, aber es würde reichen. Sie band mir die Hände hinter dem Rücken fest, während Lena mir den Schal um die Augen legte. Plötzlich war alles dunkel, und ich hörte nur noch das Rascheln von Kleidung, das leise Flüstern und Lenas Atem neben meinem Ohr. „Du siehst so geil aus, so ausgeliefert“, hauchte sie, und ich konnte ihr Grinsen förmlich spüren. Mein Puls hämmerte, meine Haut prickelte vor Erwartung, und ich hatte keine Ahnung, was gleich passieren würde – oder wer es sein würde.
Jemand trat vor mich, ich konnte die Wärme eines Körpers spüren, und dann hörte ich Lenas Stimme wieder, diesmal lauter, fast wie eine Ansage: „Sie zieht sich jetzt aus, Max. Stell dir das vor.“ Ich schluckte hart, mein Kopfkino lief auf Hochtouren, während ich mir vorstellte, wie eine der Frauen vor mir stand, vielleicht ihre Jeans abstreifte, vielleicht ihren BH öffnete. Zwei Hände legten sich plötzlich auf meinen Schwanz, warm und ein bisschen zittrig, und fingen an, mich langsam zu streicheln. Die Berührung war so zart, dass ich fast durchdrehte. Es war wie eine süße Folter, jedes Mal, wenn die Finger über meine empfindliche Haut glitten, zuckte ich zusammen. Mein Atem ging schneller, und ich hörte ein leises Kichern, konnte aber nicht zuordnen, wem es gehörte. Die Hände wurden sicherer, der Griff fester, und ich stöhnte leise, unfähig, mich zu beherrschen.
„Sie fingert sich jetzt, Max“, flüsterte Lena, ihre Stimme direkt an meinem Ohr, während sie eine Hand auf meine Schulter legte. „Sie ist schon ganz feucht, nur wegen dir.“ Ich biss mir auf die Lippe, als ich plötzlich Finger an meinem Mund spürte. Der Geschmack war salzig, süßlich, und ich ließ meine Zunge darüber gleiten, ohne nachzudenken. Das war zu viel, mein ganzer Körper stand unter Strom. Ich wollte wissen, wer es war, wollte die Augenbinde abreißen, aber gleichzeitig war genau das der Kick – dieses Nicht-Wissen, diese totale Kontrollabgabe.
Plötzlich spürte ich, wie jemand auf meinen Schoß stieg. Nackte Haut an meiner, warme Schenkel, die sich um meine Hüften schlossen. Ein leises Keuchen, als sie sich langsam auf mich senkte, und verdammt, sie war so eng, so feucht, dass ich fast sofort gekommen wäre. Ich konnte ihren Atem hören, schnell und abgehackt, während sie anfing, sich zu bewegen. Erst langsam, fast quälend, dann schneller, fordernder. Meine Hände zerrten an der Fesselung, ich wollte sie anfassen, wollte ihre Hüften packen, ihre Brüste spüren, aber ich konnte nichts tun, außer mich ihrem Rhythmus hinzugeben. Ihre Hände lagen auf meinen Schultern, ihre Nägel gruben sich leicht in meine Haut, und ich stöhnte laut, unfähig, mich zurückzuhalten.
„Fick sie hart, Max“, hörte ich Lena neben mir, ihre Stimme war heiser vor Erregung. „Zeig ihr, was du kannst. Ich will, dass sie kommt.“ Ihre Worte feuerten mich nur noch mehr an, und ich stieß meine Hüften nach oben, so gut ich konnte in meiner Position. Die Frau auf mir keuchte, ihr Atem ging schneller, ihre Bewegungen wurden unkontrollierter. Ich spürte, wie sich alles in mir zusammenzog, die Hitze, die Spannung, die pure Lust, die durch mich hindurchraste. Ihre Hände glitten von meinen Schultern zu meinem Nacken, sie zog mich an sich, so nah, dass ich ihren Herzschlag spüren konnte, während sie sich immer schneller bewegte. Ihr Körper zitterte, ein leises Wimmern kam über ihre Lippen, und ich konnte fühlen, wie sie sich um mich herum zusammenzog, wie ihre Muskeln pulsierten. Das war der Moment, in dem ich die Kontrolle verlor. Ich kam in ihr, hart und intensiv, ein Schauer nach dem anderen lief durch meinen Körper, während ich mich in ihr ergoss.
Sie blieb noch einen Moment auf mir sitzen, schwer atmend, ihre Stirn an meiner Schulter, bevor sie sich langsam zurückzog. Meine Beine zitterten, mein Kopf war wie leer gefegt, und ich spürte, wie der Schweiß an meinem Rücken runterlief. Lena beugte sich zu mir, ihre Lippen streiften meinen Mund in einem kurzen, fast zärtlichen Kuss. „Du hast sie umgehauen, Babe“, flüsterte sie, und ich konnte das stolze Lächeln in ihrer Stimme hören. Die Augenbinde und die Fesseln blieben noch eine Weile an, während die anderen im Hintergrund kicherten und tuschelten. Jemand drückte mir ein Glas in die Hand, ich trank einen Schluck, ohne zu wissen, was es war, und ließ die Nachbeben der Lust durch mich hindurchziehen.
Als sie mir schließlich die Augenbinde abnahmen, war ich so hackedicht, dass ich kaum noch klar sehen konnte. Die Lichter im Raum waren grell, die Gesichter der Frauen verschwammen vor meinen Augen, und ich hatte nicht die geringste Chance, herauszufinden, wer es gewesen war. Aber wenn ich ehrlich bin, war es mir in diesem Moment auch egal. Der Kick, die Spannung, die pure, rohe Lust – das war alles, was zählte. Lena zwinkerte mir zu, ihre Hand lag auf meinem Knie, und ich wusste, dass sie das alles genossen hatte, vielleicht sogar mehr als ich. Clara saß in der Ecke, ein verschmitztes Grinsen auf den Lippen, aber ob sie es gewesen war oder eine der anderen, würde wohl ihr kleines Geheimnis bleiben. Und irgendwie machte genau das den Abend perfekt.



