Ich war gerade erst in meinen späten Zwanzigern, als ich mir ein kleines Häuschen am Rande einer beschaulichen Stadt in Süddeutschland gemietet habe. Die Miete war erschwinglich, und das Beste daran war der private Hinterhof mit einem Hot Tub, der schon beim Einzug da war. Ein kleiner Luxus, den ich mir sonst nie hätte leisten können. Ich war neu in der Gegend, kannte kaum jemanden und hatte mich darauf eingestellt, die ersten Monate eher ruhig zu verbringen. Meine Wochenenden waren entspannt, mal ein paar Kumpels zum Grillen, aber nie laut genug, um die Nachbarn auf die Palme zu bringen.
Meine direkten Nachbarn, Karl und Marianne, waren ein älteres Paar, beide schon weit über sechzig. Marianne war der Typ Mensch, der einen mit selbstgebackenen Keksen und einem Lächeln begrüßt, während Karl… na ja, sagen wir, er hatte immer was zu meckern. Mein Auto war ihm zu laut, mein Fahrrad stand falsch, und selbst wie ich den Rasen mähte, passte ihm nicht. Ich hab trotzdem versucht, ein guter Nachbar zu sein. Im Winter hab ich nicht nur meinen Gehweg von Schnee befreit, sondern auch ihren. Marianne hat sich jedes Mal überschwänglich bedankt, während Karl nur gebrummt hat, ich hätte die Schaufel falsch gehalten.
Als der Frühling kam, passierte was, womit ich nicht gerechnet hatte. Karl und Marianne bekamen Besuch von ihrer Tochter Sabine und deren zwei Kindern. Marianne hat mich eines Nachmittags quasi gezwungen, rüberzukommen, um Sabine kennenzulernen. Sie war Mitte dreißig, hatte dunkle, schulterlange Haare und ein Lächeln, das irgendwie mehr sagte, als Worte könnten. Man merkte sofort, dass sie das Leben nicht immer leicht genommen hat – die feinen Linien um ihre Augen und der leicht abwesende Blick, wenn sie über ihre Kinder sprach, erzählten von schlaflosen Nächten und harten Jahren. Aber da war auch was anderes, eine Art unterdrückte Energie, die mich sofort angezogen hat.
Ein paar Tage später stand Sabine plötzlich vor meiner Tür, mit einem selbstgebackenen Apfelkuchen in der Hand. Sie bedankte sich für die Hilfe im Winter und entschuldigte sich für ihren Vater. „Er meint es nicht so, echt nicht. Er ist einfach… stur.“ Ich musste lachen und hab sie spontan für den Abend eingeladen, als ich hörte, dass ihre Eltern mit den Kids ins Kino und zum Essen fahren würden. „Komm doch rüber, wir können was essen und den Hot Tub nutzen“, hab ich gesagt, und sie hat nach kurzem Zögern mit einem scheuen Lächeln genickt.
Am Abend stand sie dann da, in einer leichten Sommerbluse und Jeans, die ihre Kurven gerade genug betonten, um meine Fantasie in Gang zu bringen. Wir haben erstmal gegessen, eine einfache Pasta, die ich zusammengezaubert hatte, und ein paar Gläser Wein getrunken. Die Stimmung war locker, fast schon vertraut, obwohl wir uns kaum kannten. Irgendwann hab ich vorgeschlagen, in den Hot Tub zu steigen, und noch ein bisschen was zu rauchen – ich hatte noch einen Joint in der Schublade, den ich mit einem Kumpel teilen wollte. Sabine hat gekichert, ihre Wangen leicht gerötet vom Wein. „Ich hab seit Jahren nicht mehr gekifft. Seit ich verheiratet bin, eigentlich.“ Ich hab gegrinst und gesagt: „Kein Ding, bleibt unser kleines Geheimnis.“
Wir haben uns auf die Terrasse gesetzt, den Joint angezündet und das warme Wasser des Hot Tubs hat uns umhüllt, während der Rauch in die kühle Frühlingsluft stieg. Sabine hat sich sichtlich entspannt, ihre Schultern sind nach unten gesackt, und sie hat angefangen, mehr von sich zu erzählen. Von der Ehe, die eher Pflicht als Leidenschaft war, von den Kindern, die ihr alles bedeuteten, und von dem Gefühl, dass sie manchmal einfach was für sich selbst brauchte. Ich hab zugehört, genickt, und irgendwann hab ich vorgeschlagen, die Badeanzüge wegzulassen. „Nur noch ein kleines Geheimnis mehr“, hab ich gesagt und ihr zugezwinkert.
Sie hat gezögert, ihre Augen suchend über mein Gesicht gleitend, als ob sie abschätzen wollte, ob ich es ernst meine. Dann hat sie leise gelacht. „Okay, aber dreh dich um.“ Ich hab mich weggedreht, während ich gehört habe, wie sie ihre Klamotten auszieht, und bin dann selbst aus meinen Sachen geschlüpft, bevor ich ins Wasser gestiegen bin. Als sie reinkam, hat sie sich schnell hingesetzt, das Wasser bis zum Kinn, und ihre Wangen waren knallrot – ob vom Wein, der Hitze oder der Situation, konnte ich nicht sagen. „Ich war ewig nicht mehr nackt vor jemandem außer meinem Mann“, hat sie gemurmelt, und ich hab nur gegrinst. „Dann wird’s Zeit, oder?“
Wir haben weiter gequatscht, der Joint hat uns noch entspannter gemacht, und die Stimmung hat sich verändert. Es lag was in der Luft, eine Spannung, die man fast greifen konnte. Irgendwann hab ich mich hinter sie gesetzt, meine Hände auf ihre Schultern gelegt und angefangen, sie zu massieren. Ihre Haut war warm vom Wasser, und ich konnte spüren, wie sie unter meinen Fingern nachgibt. Sie hat leise geseufzt, ihren Kopf leicht nach hinten gelegt, und gemurmelt: „Das tut so gut.“ Mein Atem hat ihren Nacken gestreift, und ich konnte nicht widerstehen – ich hab sie sanft geküsst, erst den Hals entlang, dann ein kleines Stück höher, bis ich an ihrem Ohrläppchen geknabbert hab. Ihr Atem ist schneller gegangen, und sie hat sich leicht nach hinten gelehnt, ihre Brüste sind dabei aus dem Wasser aufgetaucht, die Nippel hart und dunkel vor dem schimmernden Licht der Terrassenlampen.
Meine Hände sind wie von selbst nach vorne gewandert, haben ihre Brüste umschlossen, die weiche, volle Haut gefühlt, während ich mit meinen Daumen über ihre Nippel gestrichen hab. Sie hat gekeucht, ein leises, fast verzweifeltes Geräusch, und ich hab gespürt, wie mein Puls in die Höhe schoss. Meine Hände sind tiefer geglitten, unter die Wasseroberfläche, bis ich ihre Beine erreicht hab. Sie hat sie leicht geöffnet, fast wie eine stumme Einladung, und als meine Finger ihre Mitte gefunden haben, hat sie sich in meinem Griff gewunden. „Oh Gott“, hat sie geflüstert, ihre Stimme zitternd, während ich sie sanft gereizt hab, kleine Kreise ziehend, bis ihr Atem in ein leises Stöhnen überging.
„Lass uns reingehen“, hat sie irgendwann gesagt, ihre Stimme heiser, und ich hab genickt, obwohl ich am liebsten schon hier weiter gemacht hätte. Wir sind aus dem Wasser gestiegen, nass und zitternd, haben uns notdürftig abgetrocknet und sind ins Haus gestolpert, direkt in mein Schlafzimmer. Die Laken waren zerwühlt, aber das war mir egal – ich wollte sie, jetzt, hier. Sie hat sich auf das Bett gelegt, ihre Beine leicht gespreizt, und ich hab mich dazwischen gekniet, meinen Kopf gesenkt und angefangen, sie mit meiner Zunge zu verwöhnen. Ihr Geschmack war süß und salzig, ihre Hüften haben sich unter mir bewegt, und ihre Hände haben sich in meine Haare gekrallt, während sie immer lauter wurde. „Nicht aufhören“, hat sie gefleht, und ich hab nicht aufgehört, bis sie sich aufgebäumt hat, ein Schrei aus ihrer Kehle kam und sie unter mir gezittert hat, ihr ganzer Körper in Wellen pulsierend.
Ich hab mich aufgerichtet, sie angesehen – ihre Augen halb geschlossen, die Lippen leicht geöffnet, die Haut schweißnass und gerötet. Mein eigenes Verlangen war inzwischen fast unerträglich, mein ganzer Körper angespannt. Ich hab sie sanft auf den Bauch gedreht, ihre Hüften leicht angehoben, bis sie vor mir kniete, und bin dann in sie eingedrungen, langsam, aber bestimmt. Sie hat aufgestöhnt, ihre Hände in die Laken gekrallt, und ich hab angefangen, mich zu bewegen, tief und rhythmisch, jeder Stoß ein bisschen härter, ein bisschen schneller. Ihr Rücken hat sich unter mir gewölbt, ihre Haut glänzend vom Schweiß, und ich hab ihre Hüften gepackt, sie näher zu mir gezogen, während das Klatschen unserer Körper den Raum gefüllt hat.
Ich konnte spüren, wie sie sich wieder anspannte, ihr Atem immer schneller wurde, und ich hab eine Hand nach vorne geschoben, ihre Mitte gefunden und sie gleichzeitig gereizt, während ich weiter in sie gestoßen hab. „Ich… ich kann nicht mehr“, hat sie gekeucht, aber ihr Körper hat was anderes gesagt, sich noch enger um mich geschlossen, bis sie ein zweites Mal kam, diesmal mit einem Schrei, der mir durch Mark und Bein ging. Ihr ganzer Körper hat gezittert, und ich hab kurz innegehalten, sie atmen lassen, während ich mich selbst kaum noch unter Kontrolle hatte.
Nach ein paar Sekunden hab ich sie sanft auf den Rücken gedreht, ihre Beine angehoben, bis sie über meinen Schultern lagen, und bin wieder in sie eingedrungen, diesmal langsamer, aber tiefer, bis ich jeden Zentimeter von ihr spüren konnte. Ihre Augen haben meine gefunden, und da war was drin – nicht nur Lust, sondern auch eine Art Dankbarkeit, ein Moment, in dem sie sich völlig fallen ließ. Ich hab mich über sie gelehnt, sie geküsst, unsere Zungen ineinander verschlungen, während ich mich weiterbewegt hab, immer näher an den Rand kommend. Ihre Hände haben sich in meinen Rücken gekrallt, ihre Nägel in meine Haut gedrückt, und als ich schließlich nicht mehr konnte, hab ich mich in ihr ergossen, ein tiefes, raues Stöhnen aus meiner Kehle, während mein ganzer Körper sich entlud.
Wir sind zusammengebrochen, schweißnass und atemlos, ihre Beine immer noch um mich geschlungen, meine Hände in ihren Haaren. Keiner von uns hat was gesagt, es gab auch nichts zu sagen. Wir haben einfach dagelegen, die Hitze unserer Körper spürend, das dumpfe Pochen unserer Herzen im Einklang. Es war, als ob die Welt draußen für diesen Moment nicht existierte – nur wir, hier, in diesem zerwühlten Bett, mit dem Geruch von Schweiß und Lust in der Luft. Was immer morgen sein würde, war egal. Dieser Moment gehörte uns.



