Es war ein Montag, der sich anfühlte wie ein Geheimnis, das nur wir beide kannten. Die Kinder waren zu Hause, mittlerweile erwachsen, aber sie hatten die Bude vollends in Beschlag genommen. Freunde über Freunde, Lachen und Chaos überall. Irgendwann gegen Mittag sah ich meinen Mann an, meine Stimme war leise, fast ein Flüstern, aber voller Dringlichkeit. „Ich brauch’s heute Abend hart, Sven. Ich will, dass du mich richtig nimmst. Aber hier wird das nichts mit den ganzen Leuten.“
Er grinste, dieses schiefe, wissende Grinsen, das mich immer noch umhaut. Ohne ein Wort zu verlieren, lehnte er sich zu mir rüber, seine Hand kurz an meinem Oberschenkel, bevor er sagte: „Pack ‘nen Koffer, Lena. Wir hauen ab. In die Stadt.“ Mein Puls war sofort oben. Einfach so, ohne Diskussion, ohne Wenn und Aber. Wir warfen ein paar Klamotten in eine Tasche, sagten den Kindern, wir hätten was zu erledigen, und waren raus aus dem Haus, bevor jemand Fragen stellen konnte.
Downtown war wie ausgestorben. Montag, dazu noch eine Ferienwoche – perfekt. Kaum Menschen auf den Straßen, die Bars halb leer, und selbst die schicksten Restaurants hatten sofort einen Tisch für uns. Wir landeten in einer kleinen, versteckten Bar mit gedimmtem Licht und schweren Samtvorhängen. Ich hatte mich extra aufgebrezelt: enge Jeans, die meine trainierten Beine betonten, dazu knallrote High Heels, die bei jedem Schritt klickten. Obenrum trug ich eine Bluse, die so tief ausgeschnitten war, dass ich doppelseitiges Klebeband brauchte, damit nichts rausrutscht. Meine Haut glänzte vom Öl, das ich vorher aufgetragen hatte, und ich wusste, wie ich aussah: wie eine Frau, die genau weiß, was sie will. Und ich spürte die Blicke. Männer, die an ihren Drinks nippten, schauten unauffällig, aber gierig. Meine Energie war elektrisierend, ich konnte es selbst spüren. Sven neben mir grinste nur, seine Hand lag immer wieder besitzergreifend an meinem unteren Rücken, während wir uns durch die Nacht bewegten.
Wir tranken, lachten, und mit jedem Glas wurde die Spannung zwischen uns greifbarer. Seine Blicke wanderten immer öfter zu meinem Ausschnitt, zu meinen Beinen, und ich spielte mit, beugte mich extra tief über den Tisch, ließ meine Finger über seinen Arm gleiten, während ich ihm leise ins Ohr flüsterte, was ich später mit ihm machen wollte. „Du hast keine Ahnung, wie sehr ich dich jetzt brauche“, hauchte ich, und seine Augen wurden dunkel vor Verlangen. Wir wussten beide, dass wir es keine Stunde mehr aushalten würden.
Das Hotel, das wir spontan gebucht hatten, war ein kleines Boutique-Hotel mitten in der Altstadt. Unser Zimmer hatte hohe Fenster, einen dicken Teppich und ein Bett, das förmlich nach uns rief. Kaum war die Tür zu, war es, als würde ein Schalter umgelegt. Sven packte mich an den Hüften, drückte mich gegen die Wand, und sein Mund war auf meinem, bevor ich auch nur Luft holen konnte. Seine Küsse waren hungrig, fordernd, und ich spürte, wie meine Knie weich wurden. „Du siehst aus wie ‘ne verdammte Göttin heute“, knurrte er, während seine Hände unter meine Bluse glitten, das Klebeband ignorierten und meine Brüste fest umfassten. Ich stöhnte leise, drückte mich gegen ihn, spürte die Härte in seiner Jeans und wusste, dass die Nacht erst anfing.
Ich zog ihn mit mir zum Bett, ließ mich rückwärts fallen und zog ihn auf mich. Aber Sven hatte andere Pläne. Er stand auf, zog mich an den Beinen wieder hoch und drehte mich um, bis ich mit den Händen auf der Matratze stand, den Hintern in die Luft gereckt. „Bleib so“, sagte er, und ich hörte das Grinsen in seiner Stimme, während er meine Jeans langsam runterzog. Der Stoff klebte an meiner Haut, und ich spürte die kühle Luft, als er endlich unten war. Nur die roten Heels ließ ich an – ich wusste, wie sehr ihn das anmachte. Er kniete sich hinter mich, seine Hände glitten über meine Schenkel, und ich konnte kaum stillhalten, als seine Finger über den dünnen Stoff meines Strings fuhren. „Du bist schon so nass“, murmelte er, bevor er den Stoff beiseiteschob und ich seine Zunge spürte. Ein Schauer lief durch meinen ganzen Körper, ich biss mir auf die Lippe, um nicht zu laut zu stöhnen, aber es war fast unmöglich. Er wusste genau, was er tat, wechselte zwischen sanften Bewegungen und festem Druck, bis ich dachte, ich würde gleich kommen, noch bevor er überhaupt richtig angefangen hatte.
Doch er ließ mich zappeln. Gerade, als ich kurz davor war, zog er sich zurück, stand auf und öffnete seine Hose. Ich drehte den Kopf, sah ihn über meine Schulter an, und der Anblick – seine Augen voll Lust, die Muskeln angespannt – ließ mein Herz noch schneller schlagen. „Bitte“, flüsterte ich, und das war alles, was er brauchte. Er griff nach der Tube Gleitgel, die wir mitgenommen hatten, und ich spürte die kühle Flüssigkeit, als er sie großzügig auftrug. Seine Finger bereiteten mich vor, langsam, aber bestimmt, und ich konnte das Zittern in meinen Beinen kaum kontrollieren. Dann war er da, drängte sich vorsichtig, aber unnachgiebig in mich, und ich keuchte auf, als er sich komplett in mir versenkte. Der Schmerz war da, aber er war süß, vermischte sich mit der Lust, und ich drückte mich gegen ihn, wollte mehr, wollte alles.
Er hielt mich an den Hüften, seine Stöße wurden härter, schneller, und ich konnte mich nicht mehr zurückhalten. Die Geräusche, die ich machte, waren roh, ungefiltert, und ich hörte sein schweres Atmen hinter mir, spürte, wie sehr er es genoss, mich so zu nehmen. „Du fühlst dich so verdammt gut an“, knurrte er, und ich konnte nur nicken, unfähig, Worte zu formen. Meine Hände krallten sich in die Bettdecke, während er das Tempo steigerte, bis ich dachte, ich würde zerbrechen – aber genau das wollte ich. Es war wild, animalisch, und doch war da diese Vertrautheit zwischen uns, dieses tiefe Verständnis, dass wir uns gegenseitig alles geben konnten, was wir brauchten.
Als ich dachte, ich könnte nicht mehr, zog er sich zurück, drehte mich auf den Rücken und schob meine Beine über seine Schultern. Die High Heels klickten bei jeder Bewegung, und ich sah das Funkeln in seinen Augen, als er wieder in mich eindrang, diesmal von vorn, seine Bewegungen tief und kontrolliert. Ich konnte ihn überall spüren, mein ganzer Körper war ein einziges Pulsieren, und ich zog ihn näher, meine Nägel gruben sich in seinen Rücken. „Härter“, bettelte ich, und er gehorchte, seine Stöße wurden so intensiv, dass ich Sterne sah. Der Höhepunkt kam wie eine Welle, überrollte mich, und ich schrie seinen Namen, während mein Körper unter ihm zitterte. Er folgte kurz darauf, sein Gesicht verzerrt vor Lust, und ich spürte die Wärme, als er sich in mir ergoss.
Wir lagen danach schwer atmend nebeneinander, die Bettdecke ein Chaos, unsere Körper schweißnass und glitschig vom Gel. Ich fühlte mich wund, auf die beste Art und Weise, und mein Kopf war leer, nur erfüllt von diesem Nachglühen. Doch Sven war noch nicht fertig. Er drehte sich zu mir, ein schelmisches Grinsen auf den Lippen, und bevor ich protestieren konnte, war sein Kopf zwischen meinen Beinen. Seine Zunge fand mich wieder, diesmal sanfter, aber gezielt, und ich war so empfindlich, dass ich sofort wieder zitterte. „Sven, ich kann nicht mehr“, stöhnte ich, aber er hörte nicht auf, und innerhalb von Minuten kam ich erneut, diesmal so intensiv, dass ich dachte, ich würde ohnmächtig werden.
Die Nacht war noch lange nicht zu Ende. Irgendwann landeten wir vor dem großen Spiegel im Bad, ich stützte mich am Waschbecken ab, während er mich von hinten nahm, unsere Blicke trafen sich im Spiegel, und der Anblick, wie er mich so dominierte, trieb mich fast in den Wahnsinn. Später saßen wir im Sessel, ich auf seinem Schoß, ritt ihn langsam, während seine Hände meine Brüste kneteten, und wir flüsterten uns schmutzige Dinge ins Ohr, die mich noch mehr anstachelten. Es war, als könnten wir nicht genug voneinander bekommen, als wäre jedes Mal, wenn wir dachten, wir wären fertig, nur der Anfang für etwas Neues.
Am Morgen wachte ich auf, desorientiert, jeder Muskel schmerzte auf diese süße, befriedigende Weise. Ich lag nackt da, die Bettdecke irgendwo auf dem Boden, und spürte die Reste der Nacht auf meiner Haut. Sven lag neben mir, noch halb im Schlaf, aber als ich mich an ihn kuschelte, spürte ich, dass er schon wieder bereit war. „Du bist unmöglich“, lachte ich heiser, meine Stimme kratzig von der Nacht, aber ich ließ mich nicht lange bitten. Diesmal war es langsamer, zärtlicher, aber nicht weniger intensiv. Wir lagen seitlich, er hinter mir, seine Hand zwischen meinen Beinen, während er sich in mir bewegte, und ich genoss jeden Moment, jede Berührung, bis wir beide erneut erschöpft zusammenbrachen.
Als wir später beim Frühstück saßen, frisch geduscht, aber immer noch mit diesem geheimen Wissen in den Augen, fühlte ich mich lebendig wie schon lange nicht mehr. Ich wusste, dass ich in ein paar Stunden wieder in meinem Alltag sein würde, Anrufe entgegennehmen, Meetings leiten, die brave Chefin spielen. Aber in diesem Moment, mit dem leichten Brennen in meinem Körper und dem Wissen, was wir in den letzten Stunden erlebt hatten, fühlte ich mich wie eine andere Frau. Nicht nur die Mutter, nicht nur die Karrierefrau – sondern eine Frau, die sich nimmt, was sie will. Und verdammt, das fühlte sich gut an.



