Wie auf jedem Pferdehof ist Heu die Grundlage der Fütterung. Dafür braucht es gute Wiesen und vor allem trockenes Wetter über 25 Grad. Für den Chef des Betriebs, der ohnehin immer am Limit arbeitet, ist die Heuernte der Inbegriff von Stress – ein wahrer Albtraum. Hält das Wetter? Kommt Regen? Für die Pferde darf es keinen Niederschlag geben, wenn sie ordentlich mit Heu versorgt werden sollen.
Da ich noch immer ohne feste Partnerin war und der Chef wusste, dass ich mit schwerem Gerät zuverlässig umgehen kann, bat er mich um Hilfe. Ich sagte zu. Meine Aufgabe: Heuballen sammeln, verladen, zum Hof transportieren und einlagern. Geschätzt waren es 200 Quaderballen. Das Pressen übernahm ein Lohnunternehmer, die Temperaturen kletterten auf 30 Grad. Wir starteten mit zwei Gespannen, jedes mit einer Kapazität von 28 Ballen. Selbst bei nur einer Minute pro Ballen wären das über drei Stunden – ohne Transport und Abladen. Das würde ein langer Tag werden, zumal die Presse erst gegen zwei Uhr mittags kam. Aber die Nacht ist ja lang.
Der Chef fuhr die erste Fuhre, ich die zweite. Am Hof abladen, zurück zur Wiese – der Rhythmus war klar. Als ich meinen Wagen wieder voll hatte, sah ich in der Ferne ein Gespann anrollen. Doch diesmal war es nicht der Chef, sondern eine Frau, die mit dem Traktor so selbstsicher umging, als wäre sie damit geboren. Sie parkte ihre Anhänger geschickt näher an den Ballen, nahm meine nach einem kurzen Plausch mit und wendete sie gleich, um Zeit zu sparen. „Clever“, dachte ich, „es gibt sie also doch, Menschen mit Köpfchen.“
Ich lud weiter, und als ich die Anhänger anhängen wollte, kam sie mit einem leeren Gespann zurück. Ich war baff – wie hatte sie das so schnell geschafft? Neugierig fragte ich nach, während ich ihr half. Ein schelmisches Grinsen huschte über ihr Gesicht. „Geh, schau her“, sagte sie. „Ich hab mir vom Nachbarn den Teleskoplader geholt, damit hab ich abgeladen und eingelagert.“ Ich war beeindruckt. „Schau nicht so dumm, mach weiter!“, lachte sie.
Beim nächsten Mal brachte sie eine Brotzeit mit, die wir zusammen aßen. Sie erzählte, dass sie neu auf dem Hof war, mit ihrem Pferd, und nach einer landwirtschaftlichen Ausbildung mit fast zehn Jahren Erfahrung nun als Beraterin arbeitete. Ich war platt – eine Frau, die nicht nur mit Traktoren umgehen konnte, sondern auch so selbstbewusst war. Bevor sie wieder loszog, stand sie auf, gab mir einen kleinen Kuss auf die Wange und sagte: „Aufwachen, nicht nur dumm schauen!“
Verdutzt machte ich mich an die letzte Wiese. Sie war beim Einlagern, ich lud den letzten Wagen. Als ich fertig war, tauchte sie wieder auf – diesmal mit einer Flasche Sekt in der Hand. Es war schon spät, und während ich die Lichter am Traktor kontrollierte, hatte sie die Flasche bereits geöffnet. „Nur noch zum Hof fahren, alles stehen lassen, Feierabend“, sagte sie und reichte mir die Flasche. „Die ist vom Chef, weil alles geklappt hat. Die anderen sind schon im Bett.“
Der Sekt beflügelte uns, und nach dem aufregenden Kennenlernen war die Stimmung gelöst. Gläser fehlten, aber sie hatte eine Idee: Sie nahm einen Schluck, füllte ihren Mund und drückte ihre Lippen auf meine – der Sekt floss. Unbeholfen wie ich war, sabberte ich ihr Top voll. „Verdammt, das klebt wie Sau!“, fluchte sie und zog es kurzerhand aus. In der Dämmerung hatte ich freien Blick auf ihre „Waffen“. „Schau nicht so dumm, hilf mir lieber!“, lachte sie.
Da wir nichts zum Abwischen hatten, beschlossen wir, zum nahegelegenen See zu gehen. „Baden, genau das brauchen wir jetzt!“, rief ich. Kaum umgeschaut, planschte sie schon im Wasser – nackt, mangels Badekleidung. „Komm rein, du staubiger Kerl!“ Ich folgte ihr, das kühle Wasser tat gut. Unsere Blicke sprachen Bände, ihre Reaktionen und mein Körper ließen keinen Zweifel an der Anziehung. Sie legte sich zum Trocknen ins Gras, ich neben sie. „Was jetzt?“, fragte ich. „Ich wüsste da was“, grinste sie, zog mich zu sich und erwiderte meinen zarten Kuss.
Die Stimmung wurde intensiver. Sie nahm die Initiative, drückte mich ins Gras und setzte sich auf mich. „Mir wird kalt, ich will dich spüren“, flüsterte sie. Ihre Brüste auf meiner Haut, ihr Atem – alles heizte mich an. „Tu was, wir haben nicht ewig Zeit“, forderte sie. Sie führte mich in sich, und was folgte, war ein Ritt, der mir den Atem raubte. „Ich will dein Sperma“, keuchte sie, bis sie erschöpft auf mir zusammenbrach, verschwitzt und schwer atmend.
Nach einer Weile fragte sie: „Was ist mit dir?“ Ich grinste: „Du hast mehr Samen in dir, als dir lieb ist.“ Sie sah mich irritiert an. „Ich hab nichts gemerkt!“ „Ich mach’s immer ruhig, ohne groß zu stöhnen“, erklärte ich. „Und dein Muttermund war so offen, ich bin direkt in die Gebärmutter gekommen.“ Sie lachte, etwas verdattert, stand auf und zog sich an. Ein letzter inniger Kuss besiegelte den Abend. „Was machst du morgen?“, fragte sie. Das Date war besiegelt.
Kurz und bündig: Einmal gevögelt, schwanger – und heute, dreißig Jahre später, sind wir glücklich verheiratet.



