Ich hatte schon immer diesen Wunsch, mich tätowieren zu lassen. Es ist so ein Kribbeln, das ich nicht erklären kann. Ich komme aus einer sehr konservativen Familie, deutsch mit vietnamesischen Wurzeln, und bei uns waren Tattoos und Piercings absolut tabu. Sowas macht man einfach nicht, wenn man ein „anständiges Mädchen“ ist. Aber genau das hat mich immer gereizt – das Verbotene, das Ausbrechen aus diesen engen Regeln.
Wie auch immer, ich hab mich irgendwann getraut. Eine gute Freundin von mir, Linh, hat mich inspiriert. Ihr Mann, Kai, betreibt ein kleines Tattoostudio irgendwo in einer schäbigen Ecke von Köln. Linh hat sich von ihm Tattoos in der Nähe ihrer intimsten Stelle stechen lassen – filigrane Muster, die ihre Haut wie Kunstwerke zieren. Sie hat mir mal erzählt, wie geil sie das findet, wenn Kai sie dort berührt oder die frisch gestochene Haut pflegt. Das hat was in mir ausgelöst. Ich bin eher der submissive Typ, ein bisschen masochistisch vielleicht, und der Gedanke, mich so hinzugeben, hat mich nicht mehr losgelassen.
Ich hab mit meinem Mann darüber gesprochen. Es war nicht leicht, ihn zu überzeugen, aber nach langem Betteln hat er schließlich zugestimmt. Nur ein Tattoo, nichts Wildes, um es erstmal auszuprobieren. Also haben Linh und ich einen Termin bei Kai ausgemacht. Ich war aufgeregt wie ein Teenager vor dem ersten Date, als wir an einem grauen Samstagnachmittag zu seinem Studio fuhren. Das Studio liegt in einem Keller in einem Hinterhof, man muss eine steile, knarrende Treppe runtergehen, um reinzukommen. Schon von außen sieht es aus wie ein Ort, an dem man besser nicht alleine hingeht. Drinnen riecht es nach Desinfektionsmittel und altem Leder, die Wände sind voll mit düsteren Motiven, Schädeln und Drachen. Ein paar Typen hängen in der Ecke rum, rauchen, quatschen, schauen einen an, als wärst du Beute.
Ich wusste nicht, was auf mich zukommt, aber als Kai mir erklärt hat, dass ich mich untenrum freimachen soll, war ich erstmal baff. „Na klar, ich muss doch sehen, wo ich arbeite“, hat er gesagt, ganz locker, als wär das das Normalste der Welt. Also hab ich meine Jeans und meinen Slip ausgezogen und mich auf diese Liege gelegt, die mitten im Raum steht. Beine breit, alles offen, ich hab mich gefühlt wie auf dem Präsentierteller. Die Luft im Raum war kühl, und ich hab gemerkt, wie mein Herz schneller schlägt, nicht nur aus Nervosität. Die Typen in der Ecke haben immer wieder rübergeschaut, manche haben gelächelt, andere haben einfach nur geglotzt. Ich konnte ihre Blicke spüren, wie sie über meinen Körper wandern, und irgendwie… hat mich das angemacht.
Kai hat sich erstmal hingesetzt, seine Werkzeuge vorbereitet, und Linh stand am anderen Ende des Raums, hat mit einem Kumpel von Kai gequatscht, als wäre ich gar nicht da. Sie hat nicht mal hingeschaut, und das hat mich noch mehr aus der Bahn geworfen. Ich war nackt, verletzlich, und niemand hat mir Beachtung geschenkt – außer den fremden Augen, die mich taxierten. Kai hat dann angefangen, die Stelle neben meiner Scham zu desinfizieren. Seine Hände waren rau, aber vorsichtig, und als er mit dem Alkoholtupfer über meine Haut gefahren ist, hab ich gezittert. „Du bist ja ganz schön feucht“, hat er gesagt, ganz trocken, ohne eine Miene zu verziehen. Ich wollte im Boden versinken, aber gleichzeitig hat mich seine direkte Art noch mehr angeheizt. Er hat einfach weitergearbeitet, hat mir erklärt, dass ich stillhalten muss, und dann hat er die Nadel angesetzt.
Der Schmerz war scharf, ein stechendes Brennen, das sich in Wellen ausbreitete. Ich hab die Zähne zusammengebissen, aber mit jedem Stich hat sich auch ein anderes Gefühl gemischt – eine Hitze, die von meinem Unterleib ausging und sich in meinem ganzen Körper ausbreitete. Ich konnte spüren, wie ich immer nasser wurde, wie mein Körper auf den Schmerz und die Situation reagierte. Kai hat gemerkt, dass es mir schwerfiel, ruhig zu bleiben, und hat immer wieder Pausen eingelegt, um mich abzuwischen. „Mädchen, du machst es mir echt schwer“, hat er gegrinst, während er ein frisches Tuch genommen hat und sanft über meine Haut gefahren ist. Seine Berührungen waren klinisch, professionell, aber für mich war jede Bewegung wie eine kleine Explosion. Ich hab versucht, mich auf meinen Atem zu konzentrieren, aber meine Gedanken drifteten immer wieder ab – zu den Blicken der anderen, zu dem Gedanken, wie ausgeliefert ich hier lag, zu der Vorstellung, dass Kai vielleicht mehr tun könnte, als nur tätowieren.
Die Zeit schien stillzustehen. Der Schmerz, die Blicke, die kühle Luft auf meiner nackten Haut – all das hat sich zu einem Strudel vermischt, der mich immer weiter in diese seltsame, erregende Trance gezogen hat. Irgendwann hab ich gemerkt, dass mein Körper anfängt zu zittern, nicht nur vor Schmerz, sondern vor Erregung. Meine Muskeln haben sich angespannt, mein Atem wurde flacher, und dann hat sich diese Welle in mir aufgebaut, die ich nicht mehr kontrollieren konnte. Es war kein lauter, dramatischer Höhepunkt, sondern ein leises, intensives Zucken, das mich durchströmte, während die Nadel weiter über meine Haut kratzte. Ich hab versucht, es zu verstecken, aber Kai hat es gemerkt. Er hat kurz aufgeschaut, ein schiefes Lächeln auf den Lippen, und einfach weitergearbeitet. „Entspann dich, wir sind fast fertig“, hat er gesagt, als wüsste er genau, was in mir vorgeht.
Als das Tattoo endlich fertig war, hat er sich zurückgelehnt und sein Werk betrachtet. „Verdammt, das sieht geil aus“, hat er gesagt, und ich konnte den Stolz in seiner Stimme hören. Er hat mir einen Spiegel gereicht, damit ich es sehen konnte – ein kleines, verschlungenes Muster, direkt neben meiner Scham, schwarz und scharf gegen meine blasse Haut. Ich hab mich kaum getraut, es anzusehen, aber gleichzeitig war ich fasziniert. Es war wie ein Geheimnis, das jetzt für immer auf meiner Haut eingebrannt war. Kai hat gefragt, ob er ein Foto machen darf, „nur fürs Portfolio“. Ich war so überwältigt, dass ich einfach genickt hab. Er hat ein paar Aufnahmen gemacht, hat mich angewiesen, wie ich liegen soll, und ich hab mich gefühlt wie ein Model, bloß viel nackter und verletzlicher.
Aber die Situation war noch nicht zu Ende. Während Kai die Fotos machte, kam einer der Typen aus der Ecke näher. Er war groß, hatte einen dichten Bart und trug ein abgewetztes Lederhemd. „Krass, das sieht echt scharf aus“, hat er gesagt, seine Stimme tief und rau. Er hat sich einfach neben Kai gestellt und mich angeschaut, ohne jede Scheu. Ich wollte mich bedecken, aber meine Hände blieben wie festgeklebt an meinen Seiten. Mein Herz hat wie verrückt geklopft, und ich hab gemerkt, dass ich schon wieder feucht wurde, nur weil er mich so ungeniert angestarrt hat. Kai hat gelacht. „Willste mal näher schauen, Mann? Ist ’ne richtig gute Arbeit.“ Und bevor ich überhaupt was sagen konnte, hat der Typ genickt und sich über mich gebeugt, als würde er ein Kunstwerk begutachten. Ich konnte seinen Atem spüren, warm und nah, und die Gänsehaut hat sich über meinen ganzen Körper gezogen.
„Darf ich mal?“, hat er gefragt, und ich wusste nicht, was er meint, aber Kai hat nur gegrinst und genickt. Der Typ hat dann ganz vorsichtig mit einem Finger über die frische Tätowierung gestreichelt, nicht direkt drauf, sondern drumherum. Seine Berührung war leicht, aber elektrisierend. Ich hab den Atem angehalten, mein Körper hat sich unwillkürlich angespannt, und ich hab gemerkt, wie sehr ich mir mehr gewünscht hab. Kai hat daneben gestanden, hat zugeschaut, als wäre das alles total normal. „Sie mag das, oder?“, hat der Typ gesagt, mehr zu Kai als zu mir, und ich hab mich gefühlt, als wäre ich gar nicht wirklich da, nur ein Objekt ihrer Unterhaltung. Und verdammt, das hat mich noch geiler gemacht.
Die Berührungen wurden mutiger. Der Typ hat seine Hand weiterwandern lassen, nicht mehr nur über die Tätowierung, sondern tiefer, bis seine Finger die empfindliche Haut an meiner Innenschenkel erreicht haben. Ich hab gezittert, konnte kaum still liegen, und als er mich schließlich direkt berührt hat, leicht und forschend, hab ich ein leises Keuchen nicht unterdrücken können. Kai hat immer noch zugeschaut, seine Augen dunkel vor Interesse, und ich hab mich gefragt, ob er das öfter macht, ob er solche Situationen genießt. Aber ich hatte keine Zeit, weiter nachzudenken, denn die Finger des Typen wurden fordernder, glitten über meine feuchte Haut, spielten mit mir, als wüsste er genau, was er tut. Der Schmerz der frischen Tätowierung verschmolz mit der Lust, die in mir hochkochte, und ich hab mich einfach fallen lassen, hab mich diesem Moment hingegeben.
Er hat mich nicht lange auf die Folter gespannt. Seine Bewegungen wurden gezielter, er hat genau die richtigen Stellen gefunden, hat mich mit einer Mischung aus Sanftheit und Druck an den Rand gebracht. Meine Hüften haben sich ihm entgegen gehoben, ohne dass ich es kontrollieren konnte, und ich hab gemerkt, wie sich alles in mir zusammenzieht. Der Höhepunkt kam wie eine Welle, intensiv und überwältigend, hat mich durchgeschüttelt, während ich auf dieser Liege lag, mitten in diesem schäbigen Studio, mit fremden Augen auf mir. Ich hab versucht, leise zu sein, aber ein Stöhnen ist mir doch entwichen, und der Typ hat gelächelt, zufrieden, als hätte er gerade einen Wettbewerb gewonnen.
Danach war es, als würde die Luft im Raum stehen. Mein Atem ging schwer, meine Beine zitterten noch, und ich hab mich gefühlt, als wäre ich aus einem Traum aufgewacht. Kai hat mir ein Handtuch gereicht, hat gesagt, ich soll mich sauber machen, und der Typ ist einfach zurück in die Ecke gegangen, als wäre nichts passiert. Linh hat immer noch mit diesem Kumpel gequatscht, hat vielleicht gar nicht mitbekommen, was hier gerade abging, oder es war ihr einfach egal. Ich hab mich langsam angezogen, hab versucht, meine Gedanken zu ordnen, aber in meinem Kopf war nur Chaos – eine Mischung aus Scham, Erregung und diesem seltsamen Hochgefühl, das ich nicht erklären konnte.
Als ich fertig war, hat Kai mir noch ein paar Pflegetipps gegeben, hat gesagt, ich soll wiederkommen, wenn ich was Neues machen will. Sein Ton war locker, fast schon freundlich, aber in seinen Augen lag ein Funkeln, das mir gesagt hat, dass er diesen Moment genauso genossen hat wie ich. Ich hab genickt, hab mich bedankt, und dann sind Linh und ich gegangen, die steile Treppe wieder hoch, zurück in die graue Realität. Aber während wir durch die Straßen von Köln gelaufen sind, hab ich gewusst, dass ich das nicht so schnell vergessen werde. Dieses Tattoo, dieser Moment, diese fremden Blicke – das hat sich in mich eingebrannt, genauso wie die Tinte in meine Haut.
