Es ist jetzt so fünf oder sechs Jahre her, aber ich erinnere mich an diesen Tag, als wäre es gestern gewesen. Damals war ich Anfang zwanzig, ein Kerl, der sich mit Computern auskannte und sein Leben mehr oder weniger auf die Reihe bekam. Meine alte Kindheitsfreundin Lena war mit ihrer Familie zurück in die Stadt gezogen, nachdem sie jahrelang weg gewesen waren. Ihr Vater hatte damals einen Wahnsinnsjob am anderen Ende von Deutschland angenommen, und als sie zurückkamen, waren ihre Eltern schon geschieden. Lena lebte jetzt bei ihrer Mutter, und wir hatten uns in den letzten Tagen ein paar Mal bei mir getroffen, einfach so, wie früher. Irgendwann erwähnte sie, dass der Computer ihrer Mutter den Geist aufgegeben hätte, und ich bot an, mal einen Blick drauf zu werfen.
An diesem Nachmittag hatte ich früher Feierabend gemacht als geplant und dachte mir, ich könnte schon eher bei Lena vorbeischauen. Ich schrieb ihr, fragte, ob es okay wäre, und sie meinte, sie sei gerade einkaufen, aber ihre Mutter sei zu Hause. Also fuhr ich direkt hin. Als ich vor der Tür stand und klingelte, öffnete mir ihre Mutter, die ich nur flüchtig aus der Vergangenheit kannte. Sie hieß Katrin, war Mitte vierzig, und als sie die Tür aufmachte, sah sie aus, als hätte sie gerade trainiert. Ihre Haut glänzte ein bisschen von Schweiß, sie trug enge Leggings und ein Sporttop, das mehr zeigte, als es verdeckte. Ihre dunkelblonden Haare waren zu einem unordentlichen Dutt hochgesteckt, und sie lächelte mich an, ein bisschen außer Atem. „Hey, du bist sicher der Computer-Freund von Lena, oder?“, fragte sie und ließ mich rein.
Ich nickte, ein bisschen nervös, weil sie mich so direkt ansah. „Genau, ich wollte mal schauen, was mit Ihrem PC los ist.“ Sie führte mich durch das kleine Haus in ihr Schlafzimmer, wo der alte Desktop stand. Es roch leicht nach Vanille und frischer Wäsche, und während sie mir erklärte, dass der Computer ständig abstürzte, fiel mein Blick auf den Nachttisch. Da lag ein Dildo, einfach so, unverkennbar, und ich merkte, wie mir die Hitze ins Gesicht schoss. Es war, als hätte ich sie bei was erwischt, und ich wünschte mir für einen Moment, ich wäre später gekommen. Ich tat so, als hätte ich nichts gesehen, hockte mich vor den Computer und fing an, rumzuschrauben, während sie kurz verschwand.
Etwa eine halbe Stunde später kam Katrin zurück, jetzt in einem lockeren Shirt und Jogginghose, und fragte, ob ich was trinken wollte. „Nur Wasser, danke“, murmelte ich, immer noch peinlich berührt von dem, was ich gesehen hatte. Meine Wangen waren heiß, und ich wusste, sie musste es bemerken. Sie reichte mir das Glas und setzte sich aufs Bett, direkt hinter mir. Ich spürte ihren Blick im Nacken, während ich an der Tastatur herumtippte. Irgendwann rutschte sie ein Stück näher und sprach leise: „Ich hoffe, es ist dir nicht unangenehm, dass ich… na ja, du hast bestimmt gemerkt, dass ich gerade… beschäftigt war, bevor du kamst.“
Ich schluckte, drehte mich halb zu ihr um und sah, wie sie mich musterte. Ihre Augen hatten so einen intensiven Ausdruck, neugierig und irgendwie herausfordernd. „Schon okay“, stammelte ich, „ist ja Ihre Privatsphäre.“ Sie lächelte schief, rückte noch näher. „Es ist nur… seit der Scheidung bin ich ziemlich allein, weißt du? Manchmal brauch ich einfach… Ablenkung.“ Ihre Stimme wurde weicher, fast ein Flüstern, und ich merkte, wie mein Puls schneller ging. „Sag mal, findest du mich eigentlich attraktiv? Ich meine, so als Frau?“
Die Frage traf mich wie ein Blitz. Ich sah sie an, ihre Lippen leicht geöffnet, ihre Figur immer noch so fit und anziehend trotz der Jahre. „Ähm, ja, schon… Sie sind echt attraktiv“, gab ich zu, und das war nicht gelogen. Sie lächelte wieder, diesmal wärmer, und bevor ich überhaupt reagieren konnte, war sie direkt vor mir, ihre Hand auf meinem Knie. „Darf ich?“, fragte sie, und ohne auf eine Antwort zu warten, küsste sie mich. Ihre Lippen waren weich, warm, und ich konnte den schwachen Duft ihres Parfums riechen. Mein Kopf war wie leer, aber ich nickte, als sie sich kurz zurückzog und fragte, ob das okay sei.
Wir küssten uns wieder, diesmal länger, intensiver. Ihre Zunge spielte mit meiner, und ich spürte, wie mein Körper reagierte, wie eine Hitze in mir hochstieg. Ich dachte, das wäre alles, vielleicht ein kurzer Ausrutscher, aber dann glitt ihre Hand tiefer, über meinen Oberschenkel, bis sie auf meinem Schritt landete. Ich konnte nicht anders, mein Schwanz wurde hart unter ihrer Berührung, und sie grinste leicht, fast triumphierend. „Darf ich ihn sehen?“, fragte sie, ihre Stimme heiser vor Aufregung. Ich zögerte nur eine Sekunde, dann öffnete ich meine Hose, schob sie ein Stück runter, und sie betrachtete mich mit einem Blick, der mich fast umhaute.
Ihre Finger schlossen sich um mich, streichelten mich langsam, und ich keuchte leise, während sie sich vorbeugte. „Darf ich dich auch sehen?“, fragte ich, meine Stimme rau. Sie nickte, stand auf und zog ohne Zögern ihr Shirt über den Kopf, dann die Hose runter. Ihr Körper war unglaublich – straff, kurvig, mit einer Haut, die im schwachen Licht des Zimmers schimmerte. Ihre Brüste waren voll, die Nippel schon hart, und ich konnte nicht anders, als sie anzustarren. Sie kam zurück zu mir, setzte sich rittlings auf meinen Schoß, während ich noch in der Bürostuhl saß, und wir küssten uns wieder, ihre nackte Haut an meiner Kleidung reibend.
Meine Hände glitten über ihren Rücken, ihren Hintern, und sie stöhnte leise, als ich sie fester packte. „Ich will dich spüren“, flüsterte sie, und dann glitt sie von meinem Schoß, kniete sich vor mich und nahm mich in den Mund. Die Wärme, die Feuchtigkeit – ich musste mich zusammenreißen, um nicht sofort zu kommen. Sie sah zu mir hoch, während sie mich verwöhnte, ihre Augen voller Lust, und ich konnte kaum klar denken. Nach ein paar Minuten stand sie auf, zog mich zum Bett und legte sich hin, die Beine leicht gespreizt. „Es ist ein sicherer Tag“, murmelte sie, „wir brauchen kein Kondom, wenn du willst.“
Ich zögerte kurz, aber die Erregung war zu stark. Ich legte mich auf sie, spürte ihre Hitze, als ich in sie eindrang, und es war, als würde die Welt um mich herum verschwinden. Sie war so eng, so nass, dass ich jeden Stoß intensiv spürte. Sie keuchte, klammerte sich an mich, ihre Nägel gruben sich in meinen Rücken. Wir bewegten uns rhythmisch, erst langsam, dann schneller, und sie flüsterte mir ins Ohr, wie gut es sich anfühlte. Ich drehte sie auf die Seite, zog ihr Bein über meine Hüfte, um noch tiefer in sie zu kommen, und sie stöhnte lauter, ihr Atem heiß an meinem Hals.
Die Spannung in mir baute sich auf, aber ich wollte es hinausziehen, sie noch mehr spüren. Ich zog mich kurz zurück, küsste ihren Hals, ihre Brüste, saugte an ihren Nippeln, bis sie sich unter mir wand. Dann drehte ich sie auf den Bauch, zog ihren Hintern hoch und drang wieder in sie ein, diesmal von hinten. Der Anblick, wie sie sich mir entgegenstreckte, ihre Haare wild über dem Kissen, trieb mich an den Rand. Ihre Hände krallten sich in die Bettdecke, und ich spürte, wie sie zitterte, als sie kam, ihr Körper sich um mich herum zusammenzog. Das war zu viel – ich konnte mich nicht mehr halten und explodierte in ihr, mein Atem schwer, mein Kopf leer vor Lust.
Wir blieben eine Weile so liegen, verschwitzt, keuchend, ihre Haut an meiner. Sie drehte sich um, küsste mich nochmal, ein langsamer, tiefer Kuss, der fast so intim war wie das, was gerade passiert war. Mein Herz hämmerte immer noch, und ich konnte den Geschmack von ihr auf meinen Lippen schmecken. Es war kein Wort mehr nötig – wir wussten beide, was das war, und dass es hier und jetzt endete. Ich zog mich langsam an, während sie sich in eine Decke wickelte und mich mit einem kleinen Lächeln ansah. „Danke, dass du… na ja, den Computer reparierst“, sagte sie mit einem Augenzwinkern, und ich musste lachen, auch wenn mir die Situation immer noch surreal vorkam.
Ich verließ das Haus kurz darauf, die Erinnerung an ihren Körper, ihren Geruch, ihre Berührungen noch frisch in meinem Kopf. Es war ein Moment, der sich eingebrannt hat, einer, den ich nie vergessen werde, selbst wenn wir nie wieder darüber gesprochen haben. Draußen war es schon dämmerig, und während ich zu meinem Auto ging, fühlte ich mich gleichzeitig leer und erfüllt, als hätte ich etwas erlebt, das größer war als ich selbst.
