Das ist der zehnte Teil einer sehr langen Geschichte. Da alle Teile auf einander aufbauen, solltet ihr beim ersten Teil anfangen.
Christa:
Mir schwirrte nur noch der Kopf. Noch vor ein paar Stunden wusste ich nicht, wo ich die Nacht verbringen sollte und wo ich was zu essen finden würde. Ich hatte zwar darauf gehofft, eine Nacht bei Manu und Klaus verbringen zu können, aber ich wusste ja nicht einmal, ob sie daheim waren. Sie vorher anzurufen, war mir überhaupt nicht in den Sinn gekommen.
Und jetzt? Jetzt saß ich hier, hatte ein Dach über dem Kopf, einen Vater für mein Baby und sogar ab morgen wieder einen Job, der sogar noch besser bezahlt wurde als mein letzter. Und ich konnte mit einer wunderschönen und super netten Frau zusammenarbeiten, die genauso wie ich schwanger war.
Überhaupt, die Menschen hier. Alle so unglaublich nett. Klaus hatte sofort die Vaterschaft akzeptiert, Manu hatte sich sogar für mich gefreut. Sie hat nie ein Wort zu Klaus gesagt, oder mich mal schief angesehen. Sie ließen mich hier wohnen und freuten sich auf das Kind bald mehr als ich. Gut, die anderen hatte ich noch nicht kennengelernt, aber wenn Manu und Klaus sie mochten, konnten sie auch nur nett sein.
Ich hatte mich an Claudia gekuschelt und hing meinen Gedanken nach. Irgendwann kamen wieder meine Emotionen hoch und ich fing schon wieder an zu heulen. Claudia musste mich für eine verdammte Heulsuse halten. Aber statt mich komisch anzureden, wischte sie mir die Tränen ab.
“Was ist denn los, Kleines?”
“Nichts, ich bin so glücklich. Ihr seid alle so toll und ich weiß nicht mehr wohin mit meinen Gefühlen.”
Sie zog mich auf ihren Schoß und schaukelte mich wie ein kleines Kind. Dabei streichelte sie meine Wange und summte leise ein Kinderlied. Das beruhigte mich so sehr, dass ich innerhalb von Sekunden eingeschlafen war.
“Christa, aufwachen, das Essen ist da.”
“Jetzt nicht Mama.”
Was hatte ich gesagt? MAMA? Ich riss meine Augen auf und starrte Claudia an. Die lächelte mich an und gab mir einen Kuss auf die Nasenspitze.
“Aber du willst doch mal groß und schön werden, Kleines. Dann musst du auch regelmäßig was essen. Komm, steh auf.”
“Hab ich jetzt gerade echt Mama gesagt?”
“Hast du, und das war toll. Überhaupt war es toll, mit dir hier zu kuscheln. Ich mag dich sehr, sehr gerne.”
Wir schauten uns tief in die Augen und schob klebten unsere Münder aufeinander. Meine Zunge drängte in ihren Mund und wurde sofort eingelassen. Wir knutschten rum, bis ich etwas an der Schulter gerüttelt wurde.
“Ich möchte ja nicht stören, aber die Pizza ist da und Klaus fährt auch gerade vor.”
Ich sah Manuela an und wurde rot wie eine Tomate. Die aber lächelte nur und reichte mir eine Hand, um mir hoch zu helfen. Kaum dass ich stand, flog auch schon die Tür auf und ein Kind stürmte in den Raum.
“Mama, Mama!”
Ein bezauberndes kleines Mädchen rannte auf Claudia zu und kletterte auf ihren Schoß. Die beiden herzten sich und Manu, die neben mir stand, legte einen Arm um mich.
“Sind die beiden nicht süß?”
Sanft streichelte sie über meinen Bauch.
“Und bald hast du auch sowas. Freust du dich?”
“Ja, schon irgendwie. Aber das ist alles noch so surreal. Ich muss mich da erst daran gewöhnen.”
Klaus kam nun auch ins Wohnzimmer und holte uns alle ins Esszimmer. Heiße Pizza stand auf dem Tisch und jetzt merkte ich auch, dass ich wieder Hunger hatte.
Nach dem Essen saßen wir alle zusammen im Wohnzimmer und Sarah unterhielt uns alle. Sie war ein ganz liebes und offenes Mädchen, das auch keine Berührungsängste gegenüber Fremden kannte. Und es waren ja praktisch alle fremd für sie. Es dauerte aber auch nicht lange und sie war in den Armen ihrer Mutter eingeschlafen.
In weiser Voraussicht hatte Klaus ihr Kinderbettchen auch mitgebracht. Normalerweise hätte sie mit ihrer Mutter im Gästezimmer schlafen können. Da jetzt aber auch noch Christa da war, sollte sie zusammen mit Claudia dort schlafen. Zum Glück war Sarah schon sauber und schlief gewöhnlich auch durch, so dass sie das kleine Büro für sie nutzten.
Klaus brachte das Bettchen nach oben und alle folgten Claudia und schauten zu, als sie ihre Tochter ins Bett brachte. Sarah war inzwischen wieder aufgewacht und strahlte, als ihr alle eine gute Nacht wünschten.
“Mama, warum heißt Tante Manuela so wie ich?”
Claudia hockte sich neben das Bett und strich ihr eine Locke aus dem Gesicht.
“Schau Sarah, Manuela und ich waren damals zusammen in der Schule. Aber leider nur ganz kurz. Aber sie war damals meine liebste Freundin, und weil ich sie so sehr lieb gehabt habe, habe ich dir ihren Namen gegeben.”
“Hast du sie jetzt immer noch lieb?”
“Oh ja, Sarah. Ich habe sie immer noch ganz doll lieb.”
Sie zog Manuela zu sich und gab ihr einen Kuss auf die Wange.
Wieder zurück im Wohnzimmer brachte Manuela noch etwas Kuchen und frischen Tee, da der Abend wohl doch länger werden würde. Auch wenn es erst wenige Wochen her war, dass wir aus dem Urlaub zurück waren, hatten wir uns viel zu erzählen.
Als erstes schockte Manuela aber alle mit einer merkwürdigen Forderung.
Claudia:
“So Claudia, wenn du schon mit deiner Tochter hier übernachtest, musst du natürlich auch dafür bezahlen!”
Alle schauten sie erschrocken an und ich natürlich ganz besonders. So kannte ich sie überhaupt nicht.
“Ich möchte jetzt sofort mindestens eine Tasse Milch von dir haben!”
Es dauerte ein paar Sekunden, bis der Gag bei allen angekommen war.
“Ich dachte schon, ihr würdet gar nicht fragen. Normalerweise hätte ich jetzt schon wieder abgepumpt.”
Christa sah mich verständnislos an. Während ich meine Bluse und meinen BH auszog, erklärte ich es ihr.
“Sarah ist mein erstes und bisher einziges Kind. Ich stille sie schon lange nicht mehr, aber mein Körper will sich daran nicht gewöhnen. Der produziert immer noch Milch wie eine Hochleistungskuh. Zum Glück habe ich hier wenigstens ein paar Abnehmer gefunden.”
Ich ging zu ihr hinüber und legte einen Arm um ihre Schultern.
“Solltest du also zu wenig Milch haben, bei mir gibt es genug für alle. Aber bei deinen Möpsen sehe ich da keine Gefahr.”
Ich legte meine Hände auf ihre Brüste und knetete sie leicht. Dann nahm ich ihre Hand und zog sie mit zur Couch. Ich winkte Manuela zu mir, die regelrecht auf die Couch sprang und noch vor mir dort saß. Ich setzte mich in die Mitte und zog Christa neben mich.
“So meine Kleinen, dann trinkt mal schön.”
Manuela ließ sich nicht zweimal bitten und klebte schon an meinem Nippel. Christa brauchte etwas länger, bis sie sich an meinen anderen Nippel traute. Aber dann nahm auch sie ihn in den Mund und fing an, sanft daran zu saugen. Nachdem sie sich daran gewöhnt hatte, saugte sie auch stärker.
Nachdem die erste Lust auf Milch bei meinen beiden großen Kindern gestillt war, wurde aus dem Saugen eher eine erotische Spielerei. Ganz zärtlich streichelten sie meine Brüste und ließen ihre Lippen und Zungen mit meinen Nippeln spielen.
Mein ganzer Schoß stand schon wieder unter Feuer. Mit zwei Kopfbewegungen signalisierte ich Klaus, sich um meinen Schlitz zu kümmern. Er öffnete meine Hose und zog sie mir mitsamt meines Slips aus. Dann zog er mein Becken weiter an die Kante der Sitzfläche, um leichter an meine Möse zu kommen. Dabei wurden meine Brüste zwar den beiden Mädels entrissen, doch keine Sekunde später hingen sie schon wieder an mir.
Klaus kniete inzwischen vor mir und leckte ganz vorsichtig meinen Schlitz. Ich hatte mich heute früh erst frisch rasiert, etwas, was ich sein einigen Wochen regelmäßig tat. Auch wenn ich noch immer kein geregeltes Sexleben hatte, so kam ich doch immer wieder mal mit einem oder einer aus Manus großer Familie zusammen.
Klaus war ein begnadeter Lecker und ich näherte mich meinem ersten Höhepunkt. Allerdings wollte ich dabei auch gefickt werden. Ich stupste ihn an und ein Blick auf seine Hose reichte, um ihm meinen Wusch mitzuteilen. In Windeseile hatte er sich ausgezogen und seinen Schwanz in mir versenkt.
Um meine Brüste nicht zu sehr wackeln zu lassen, fickte er mich erst ganz langsam. Bisher hatten sich die beiden Mädels nicht beim Trinken stören lassen, aber erst Claudia und dann Manu hörten damit auf, um Klaus und mir zuzusehen. Da Klaus mich immer noch nur langsam und genussvoll fickte, legte Christa ihren Kopf auf meinen leicht gewölbten Bauch und sah zu, wie dieser wunderschöne Schwanz in mir ein- und ausfuhr.
Blitzschnell hatte sich auch Manu ausgezogen. Sie kniete jetzt neben ihrem Mann und massierte sanft meinen Kitzler. Dabei sah sie mich so liebevoll an, dass ich mir sicher war, dass sie sich wirklich für mich freute, von ihrem Mann verwöhnt zu werden.
Dann hatte sich auch Christa noch ausgezogen. Sie kniete sich neben mich, umarmte und küsste mich. Und wie sie mich küsste. Mal tobte ihre Zunge geradezu durch meinen Mund, mal spielte sie ganz sanft mit meiner Zunge und mal zupfte sie nur an meinen Lippen.
Ich hatte meine Hände zwischen uns geschoben und spielte mit ihren Brüsten. Ich hatte sie vorhin nur kurz gesehen, aber sie waren so wunderschön, dass ich es fast schade fand, dass sie bald noch praller werden würden, wenn sie sich mit Milch füllten. Und dass sie dann möglicherweise einen Teil ihrer bezaubernden Form verlieren würden.
Doch diese Gedanken vergingen, als Klaus mich immer schneller fickte. Inzwischen hatte Manu meinen Kitzler aufgegeben und statt dessen zwei Finger in meinen Arsch geschoben. Dafür massierte Klaus nun meine Klit. Ich näherte mich immer mehr meinem Orgasmus. Da Christa mich immer noch küsste, konnte ich nur in ihren Mund stöhnen. Doch ich wollte nicht, dass sie deswegen den Kuss löste.
Ich ließ ihre Brüste los, legte meine Arme um ihren Nacken und zog sie eng an mich. Während Klaus mich immer schneller nagelte, knutschten Christa und ich, als gäbe es kein Morgen. Und endlich war es soweit. Klaus kniff in meinen Kitzler und gleichzeitig strömte sein Sperma in meinen Körper. Er blieb tief in mir stecken, während ich Christa von mir weg drückte. Ich brauchte mehr Luft, als ich mein Höhepunkt mit einem lauten Schrei verkündete.
Schwer keuchend hing ich da, unfähig, auch nur einen Muskel zu bewegen. Manu zog ihre Finger aus meinen Hintern und Klaus’ erschlaffender Schwanz rutschte aus mir heraus. Christa kuschelte sich aber sofort wieder an mich und nahm mich in die Arme. Sie nahm mein T-Shirt und wischte mein schweißnasses Gesicht ab.
Auf einmal stand Manuela auf und ging hinaus. Nach ein paar Minuten kam sie zurück und lächelte mich an.
“Ich hab nur nachgesehen, ob Sarah von deinem Schrei nicht aufgewacht ist. Aber die schläft tief und fest.”
“Ja, wenn du das nicht direkt neben ihr machst, hört sie das gar nicht. Die schläft wie ein Stein. Sie war noch kein Jahr alt, da musste ich sie zum Frühstück schon wecken. Die hat die ganze Nacht durchgepennt.”
“Ach du Glückliche! Ich befürchte schon Schlimmstes, wenn mein Kind erst einmal da ist.”
Manuela hatte sich inzwischen neben Christa gesetzt. Sie legte eine Hand auf ihren Bauch und streichelte ihn liebevoll.
“Bleib ganz ruhig, Christa. Wenn du dann noch hier bei uns wohnst, was ich ja schwer hoffe, dann sind genügend Leute da, die sich auch mal nachts darum kümmern können. Wie willst du das denn machen, wenn du in der Arbeit bist?”
“Ich werde so bald wie möglich wieder arbeiten gehen. Wenn Claudia mich schon einstellt, wenn ich schwanger bin, dann will ich nicht zu lange weg sein. Und dann werden wir beide unsere Kleinen mit ins Geschäft nehmen. Wir können uns dann abwechselnd darum kümmern.”
Da es dann doch etwas kühl wurde, wenn man so nackt da saß, zogen wir uns dann doch wieder was an. Und da Sex hungrig macht, genehmigten wir uns jeder ein paar Stück Kuchen. Wir unterhielten uns noch bis nach Mitternacht, bis Christa sich als erste verabschiedete.
“Seid mir nicht böse, aber auch wenn heute Samstag ist, bin ich hundemüde.”
“Ich komm gleich mit, Christa.”
Wir verabschiedeten uns noch mit intensiven Küssen und Umarmungen von Manu und Klaus und gingen dann hinauf ins Gästezimmer. Das Bett war schon für zwei Personen hergerichtet. Christa hatte ihren Schlafanzug ja schon an, aber ich musste mich noch umziehen. Als ich nackt war, fiel mir ein, dass ich ja gar nichts dabei hatte. Also nahm ich wieder meinen Slip und mein T-Shirt und wollte mich wieder anziehen.
“Warte, Claudia.”
“Ja?”
“Ich möchte dich gerne noch etwas anschauen. Du bist so wunderschön.”
Christa kniete sich ins Bett und rutschte zu mir. Sie betrachtete meinen Körper noch etwas und legte dann ihren Kopf auf meinen Bauch. Ihre Hände wanderten auf meinen Po und streichelten ihn zärtlich.
“Kommst du zu mir ins Bett? Ich möchte noch mit dir kuscheln. So wie du bist.”
Christa sprach so leise, dass ich sie kaum verstand. Wir legten uns ins Bett und Christa deckte uns zu. Dann legte sie ihren Kopf auf meine Schulter und streichelte meinen Bauch. Ich hatte meinen Arm um ihre Schulter gelegt und küsste dann ihr Haar. So lagen wir noch ein paar Minuten da, Bis Christa sich plötzlich neben mich kniete.
“Claudia, bitte hilf mir. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Wir haben dir doch schon so einiges aus unserem Urlaub erzählt und du weißt, wie sehr ich Manu und Klaus liebe. Aber… oh Gott!”
Sie schlug ihre Hände vors Gesicht und fing bitterlich an zu weinen. Ich zog an ihrer Schulter und sie kippte einfach um. Nun lag sie zusammengerollt neben mir und heulte. Ich nahm sie in den Arm und streichelte sie.
Es dauerte einige Minuten, bis sie endlich aufhörte.
“Es tut mir so leid. Bitte entschuldige.”
“Da gibt es nichts zu entschuldigen. Wenn du was auf dem Herzen hast, dann lass es raus. Und jetzt komm, erzähl mir was los ist.”
Sie kuschelte sich ganz eng an mich.
“Ich kenne dich erst ein paar Stunden, aber ich habe mich schon in dich verliebt. Und ich weiß nicht, was ich machen soll. Und ich weiß auch nicht, ob das mit uns was wird, wenn wir dann zusammen arbeiten. Ich suche mir wohl doch besser was anderes. Und was mache ich mit Manu und Klaus? Ich will sie doch nicht enttäuschen.”
Wieder rannen ein paar Tränen über ihr Gesicht. Ich küsste ihre Stirn und zog sie noch näher an mich heran.
“Bitte Christa, beruhige dich. Das ist doch alles kein Problem. Wenn du so nett bleibst, wie du jetzt bist, wirst du eine ganz tolle Mitarbeiterin. Du brauchst dir also nichts anderes suchen. Im Gegenteil, ich wäre todtraurig, wenn du plötzlich nicht mehr da wärst.”
“Ja?”
“Ja, mein süßer Schatz. Als ich dich vorhin gesehen habe, wusste ich sofort, dass du DIE EINE bist und dass ich mit dir auf ewig zusammensein möchte. Ich habe nie an Liebe auf den ersten Blick geglaubt, bis ich dich getroffen habe. Bitte Christa, bleib bei mir.”
Sie blickte mich an, sah aber immer noch unsicher aus. Ganz sanft küsste ich ihren Mund.
“Und um Manu und Klaus brauchst du dir keine Gedanken machen. Ich kenne Manu zwar noch von früher, aber das ist ja auch schon ein paar Jahre her. Und Klaus kenne ich erst seit ein paar Wochen, aber die beiden sind bestimmt nicht eifersüchtig. Und ich wette, dass sie sich wirklich mit dir freuen würden, wenn du ihnen sagst, dass du mich liebst.”
“Meinst du wirklich? Ich habe Manu doch heute erst gesagt, dass ich sie liebe. Sie ist doch bestimmt enttäuscht von mir.”
“Schau, Manu hat ein großes Herz und kann sich auch in mehrere Menschen verlieben, aber ihre große Liebe ist Klaus. Wenn sie ihn nicht hätte, sähe das vielleicht anders aus. Aber sie hat ihn und ist damit glücklich. Alle anderen stehen immer in der zweiten Reihe. Und auch wenn wir zwei ein Paar sind, wird sie uns weiterhin lieben. Vor allem, wenn sie weiter mit uns ins Bett gehen kann. Aber auch, wenn wir zwei beim Sex allein sein möchten, wird sie das akzeptieren.”
“Ich hoffe, du hast Recht. Ich habe den beiden so viel zu verdanken, da möchte ich sie nicht enttäuschen.”
“Ich weiß, dass ich Recht habe. Und jetzt lass uns schlafen. Morgen wird sich das alles klären.”
Wir küssten uns ganz zärtlich. Christa kuschelte sich von hinten an mich und legte eine Hand auf meinen Babybauch. Ich fühlte mich selbst so geborgen, als wäre ich noch im Bauch meiner Mutter. Oder nein, im Bauch von Christa.
Christa:
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war ich alleine im Bett. Es war schon neun Uhr. Ich war gerade aufgestanden, als es an der Tür klopfte und kurz danach Manuela ihren Kopf herein streckte.
“Oh, du bis schon wach. Wir wollen frühstücken. Claudia ist auch schon unten. Kommst du?”
“Ja, ich will mir nur eben was anderes anziehen.”
“Ach was, heute ist Sonntag, der Tag für Faulenzer.”
Sie kam herein, ging an einen Kleiderschrank und gab mir einen Bademantel.
“Hier, zieh den solange über. Schick machen kannst du dich später, wenn du willst.”
Sie sah mich an, während ich den Bademantel überzog. Dann umarmte sie mich und hielt mich fest.
“Ach Christa, ich bin so froh, dass du hier bist. Ich hab dich so sehr vermisst.”
“Vielen Dank, dass ich hier sein darf. Ihr wart wirklich meine Rettung.”
Ich fühlte mich miserabel. Von einem Moment auf den anderen war mir übel. Mir kam das Gespräch mit Claudia hier im Bett in den Sinn. Auch wenn sie versucht hatte, meine Bedenken zu zerstreuen, kam es mir wie Verrat vor. Sie hatten mich aufgenommen, hatten so viel schon für mich getan, und ich betrog sie am ersten Abend mit ihrer Freundin.
“Na komm, Schatz. Die anderen warteten.”
Sie nahm meine Hand und zog mich mit. Ich nahm mir vor, so gut wie möglich meine Gedanken zu verstecken. Später würde ich wohl mal das Gespräch mit den beiden suchen müssen.
Klaus, Claudia und Sarah saßen bereits am Frühstückstisch, als wir ins Esszimmer kamen. Der Tisch war so voll mit verschiedenen Brötchen, Brot, Wurst, Marmelade, Käse, Rührei und Obst, dass fast kein Platz für die Teller blieb. Ich begrüßte die drei jeweils mit einem Kuss, wobei mir Claudia zärtlich den Hintern streichelte.
War mein Hunger in den letzten Minuten verschwunden gewesen, so kam er jetzt doch mit Macht zurück. Wir setzten uns und langten gut zu. Ach, war das schön, so mit mehreren Personen zu essen. Zusammen mit Fritz, oder später mit meiner Schwester, war es zwar nett, aber zu viert, bzw. zu fünft machte das doch sehr viel mehr Spaß.
Nach dem Frühstück setzten wir uns ins Wohnzimmer und unterhielten uns oder spielten mit Sarah. Sie war ein wirklich nettes und gut erzogenes Mädchen und ich hoffte, dass mein Kind später mal genauso werden würde.
Draußen fing es dann an zu schneien. Auch wenn schon März war, war es in den letzten Tagen nochmal ziemlich kalt geworden. Dicke Flocken fielen vom Himmel und innerhalb kürzester Zeit war alles weiß draußen.
“Mama, gehen wir im Schnee spielen?”
Sarah war total aufgeregt und hüpfte vor der Scheibe auf und ab. Manuela setzte sich im Schneidersitz neben sie.
“Sarah, im Moment ist noch nicht genug Schnee gefallen. Das sieht toll aus, aber wenn du jetzt raus gehst, spielst du gleich im Matsch. Aber ich verspreche dir, dass wir alle heute Nachmittag rausgehen und zusammen spielen. Ist das ok?”
“Oh ja, oh ja! Wann ist Nachmittag?”
“Schläfst du nach dem Mittagessen immer ein wenig?”
“Ja.”
“Wenn du dann ausgeschlafen hast, dann ist Nachmittag.”
“Und dann gehen wir raus?”
“Dann gehen wir raus. Großes Ehrenwort, von Manuela zu Manuela.”
Sarah fiel ihr mit so viel Schwung um den Hals, dass Manuela nach hinten umkippte und Sarah auf ihr landete. Sarah gab ihr einen dicken Kuss auf die Wange und lief dann zu ihrer Mutter.
“Mama, kommst du dann auch mit raus?”
“Natürlich mein Schatz! Aber schau mal, wir haben Christa gestern erst kennengelernt und wir möchten uns gerne noch so viel erzählen. Willst du nicht etwas alleine spielen?”
Klaus hatte inzwischen ein paar Stifte und einen Stoß Papier geholt und bald lag Sarah auf dem Bauch zwischen uns und malte. Sie ließ sich durch nichts ablenken und Manu konnte sogar einige heiße Erlebnisse aus dem Urlaub erzählen, ohne dass von Sarah peinliche Fragen kamen.
Da Sarah mit dem Rücken zu Manuela lag. konnte die auch einiges pantomimisch vorführen. Als wir wieder einmal über eine Begebenheit lachten, machte Manu ein Zeichen, leise zu sein. Sie deutete auf Sarah, die auf dem Boden lag und schlief.
Claudia stand auf und hob ihre Tochter hoch.
“Ich bring sie eben ins Bett.”
Nach nicht einmal fünf Minuten war sie wieder zurück.
“Dann schläft sie eben jetzt und wir können gleich nach dem Essen rausgehen. Wenn ihr das wollt.”
“Aber sicher, ich hab es ihr doch versprochen.”
Manu klang fast so aufgeregt wie Sarah.
“Wollen wir etwas Scharade spielen?”
Während Claudia und Klaus begeistert zustimmten, blickte ich sie verständnislos an.
“Kennst du Scharade nicht? Du musst Wörter pantomimisch vorführen und die anderen müssen das erraten. So wie Manu vorher vorgeführt hat, wie sie dich gefickt hat.”
“Oh ja, gerne.”
“Super! Wir raten aber nicht nur Begriffe, sondern auch Tätigkeiten. Also zum Beispiel auch Klaus kocht Spaghetti oder Manu fickt ihre Mutter mit der Faust. Jeder denkt sich was aus und führt es vor.”
Manu fing an und wir hatten einen unheimlichen Spaß. Mal war es versaut, mal auch ganz harmlos. Irgendwann war Claudia wieder an der Reihe. Sie machte alle möglichen Verrenkungen, sprang hin und her und kniete auf dem Boden und betete scheinbar. Keiner schien irgendeine Idee zu haben, was sie da vorführte.
“Ok, ich probier es nochmal.”
Sie kniete sich vor mich hin, sprach stumm vor sich hin, nahm dann meine Hand und schob mir etwas unsichtbares über den Finger. Ich wusste plötzlich, was sie darstellte.
“Willst du mich heiraten?”
“Genau das meinte ich. Christa, ich kenne dich erst sein ein paar Stunden, aber ich weiß jetzt schon, dass du die Liebe meines Lebens bist. Ich fange schon an zu zittern, wenn du nicht in meiner Nähe bist. Christa, möchtest du den Rest deines Lebens mit mir verbringen? Möchtest du mich heiraten?”
Manuela drückte ihr schnell etwas in die Hand und dann schob sie mir einen Ring über den Finger.
Ich war sprachlos. Mit offenem Mund sah ich zu ihr und dann zu Manuela. Ich wusste nicht, was ich machen sollte.
“Meinst du das ernst? Du fragst mich nicht nur wegen des Spiels?”
“Nein, ich meine das todernst. Ich weiß nicht, wie ich in Zukunft ohne dich leben soll.”
Sprachlos starrte ich Claudia an. Ich war unfähig, mich zu bewegen oder etwas zu sagen. Zum Glück gab Manu mir einen kleinen Schubs.
“Jetzt sag schon endlich ja!”
“Ja, ja, ich möchte dich heiraten!”
Ich sank zu Claudia auf den Boden und heulend fielen wir uns in die Arme. Jetzt heulte ich schon wieder. Diesmal aber vor Glück.
Wie knieten uns gegenüber und hielten uns fest. Ich hätte sie so gerne geküsst, aber wir waren nur am Heulen. Schließlich hatten wir uns beide so weit beruhigt, dass wir uns endlich küssen konnten.
Manuela unterbrach uns dann irgendwann.
“Steht mal auf ihr beiden. Ich möchte euch als erste gratulieren.”
Wir umarmten uns zu dritt und Manu gab uns beiden ein paar zärtliche Küsse.
“Ich freue mich so sehr für euch. Als ich euch beide gestern Abend hier gesehen habe, war mir klar, dass ihr zwei für einander geschaffen seid.”
Da fielen mir wieder meine Bedenken von gestern ein.
“Ach Manu, ich hoffe, du bist nicht sauer auf mich. Nach allem, was ihr für mich getan habt, werde ich dir so schnell untreu.”
“Unsinn, Christa. Es war mir schon immer klar, dass das mit uns zu dritt nichts werden würde und dass du irgendwann jemand anderes treffen würdest. Und dass es ausgerechnet Claudia ist, ist um so schöner.”
“Ich hoffe, dass das auch in Ordnung ist, wenn ich nur noch mit Claudia ins Bett gehe? Auch wenn es mit Klaus schön war und er mich mich immer toll gefickt hat, ist mir heute Nacht doch klargeworden, dass ich mich eher zu Frauen hingezogen fühle.”
Manuela umarmte mich ganz fest.
“Aber natürlich mein Schatz. Auch wenn Klaus traurig sein wird. Wie schon gesagt, ich freue mich ganz unheimlich für euch und wir wünschen euch alles, alles, alles Gute und noch viel mehr.”
Heulend und schniefend umarmten wir uns zu dritt, bis plötzlich Klaus auch mal wieder was sagte.
“Kinder, Essen ist fertig. Und hier wartet noch eine junge Dame darauf, dass ihr fertig werdet.”
Klaus stand grinsend neben uns und hatte Sarah auf dem Arm.
“Mama, bist du traurig?”
Claudia nahm ihre Tochter an sich.
“Nein Sarah, warum meinst du das?”
“Du hast geweint.”
“Ja, aber weil ich glücklich bin.”
“Das verstehe ich nicht.”
Claudia setzte sich auf die Couch und ich setzte mich ihr gegenüber in den Sessel.
“Schau Sarah, ein Mensch weint nicht nur wenn er traurig ist oder sich weh getan hat. Er kann auch weinen, wenn er glücklich ist. Er hat dann so viele Gefühle in sich und die müssen raus.”
“Und du hast so viele Gefühle?”
“Ja.”
“Warum?”
“Was hältst du denn davon, wenn Christa bald bei uns wohnt?”
“Auch bei Oma? Warum wohnt sie bei uns?”
“Nein mein Schatz, wir werden uns zusammen eine große Wohnung suchen. Ich hab dir doch erzählt, dass hier in meinem Bauch ein Geschwisterchen für dich wächst. Und bei Christa ist das auch so. Und mit drei Kindern wird das bei Oma viel zu eng.”
“Und warum wohnt sie dann bei uns?”
“Weil Christa und ich uns ganz doll lieb haben. Du hast dann zwei Mamas.”
“Das ist toll!”
Sarah sprang vom Schoß ihrer Mutter und lief zu mir. Ich hob sie hoch und setzte sie auf meinen Schoß.
“Darf ich dann auch Mama zu dir sagen?”
“Wenn du möchtest, kannst du das gerne machen. Oder du sagst Christa zu mir. Kannst du schon Christa sagen?”
“Kissa?”
Bei dem Versuch, meinen Namen auszusprechen, musste ich lachen.
“Oder du sagst Kissa.”
Sie kniete sich auf meine Oberschenkel und umarmte mich. Claudia sah mich an und lächelte glücklich. Sie zeigte mir einen Daumen hoch.
“Hast du keinen Hunger, Sarah? Schau mal raus. Es schneit nicht mehr so viel und wenn wir gegessen haben, gehen wir raus und spielen zusammen.”
Sarah blieb gleich bei mir sitzen und ließ sich von mir füttern. Am Abend hatte sie schon alleine gegessen, aber sie wollte raus und so ging es dann doch schneller.
Manuela:
Nach dem Essen zog Claudia ihrer Tochter den Schneeanzug an, mit dem sie gestern Abend schon gekommen war. Vor der Terrassentür sprang Sarah auf und ab und konnte es kaum erwarten, bis ihre Mutter und Christa sich endlich angezogen hatten. Kaum hatte Claudia die Tür geöffnet, als Sarah schon rausstürmte und durch den lockeren Schnee tobte.
Klaus und ich räumten erst einmal den Esstisch ab und packten alles in die Spülmaschine. Dann standen wir an der Terrassentür und schauten den dreien beim Spielen zu. Klaus stand hinter mir und hatte seine Arme um meinen Bauch gelegt.
“Sind die beiden nicht ein schönes Paar? Ich freue mich so sehr, dass sie sich gefunden haben.”
“Ja, schon richtig, aber ich hab dann zwei Frauen weniger zu ficken.”
Ich rammte ihm leicht meinen Ellenbogen in die Rippen.
“Reicht es dir nicht, dass du die beiden geschwängert hast? Und reichen dir fünf andere Frauen nicht?”
“Fünf?”
“Meine Mutter, meine Schwester, meine Tante, Birgit und natürlich ICH!”
“Na ja, wenn du das so siehst, sollten fünf eigentlich reichen.”
“Ja, so sehe ich das, du unersättliches Sexmonster.”
Wir sahen den dreien noch eine Weile zu, bis ich eine Idee hatte.
“Klaus, ich hätte die drei gerne hier bei uns. Zumindest so lange, bis sie was eigenes gefunden haben.”
“Na ja, sie hätten zumindest mehr Platz als bei ihrer Oma. Deren Wohnung ist schon ziemlich klein.”
“Dann bauen wir dein Arbeitszimmer in ein Kinderzimmer um. Du arbeitest da ja eh nie. Dann hat Sarah ihr eigenes Zimmer.”
“Wann möchtest du das denn machen?”
“Morgen. Wir nehmen uns einen Tag Urlaub. Mein Vater hat diese Woche auch Urlaub und dann kann er uns helfen. Ich überrede Claudia nachher noch, dass sie noch einen Tag bei uns bleibt und dann wird das eine tolle Überraschung für die drei.”
“Wenn du dir was in den Kopf gesetzt hast, muss das sofort sein, oder?”
“Natürlich. Und jetzt komm. Ich rufe Papa an und dann meine Chefin. Und du rufst deinen Chef an.”
“Heute am Sonntag? Na, die werden sich bedanken.”
“Das werden die schon überleben. Hop hop!”
Meinen Vater zu überreden war nicht das Problem. Auch er freute sich für die beiden und versprach, sich gleich in der Frühe mit mir beim Baumarkt zu treffen und Farbe und Tapeten zu kaufen. Das mit den Tapeten konnte ich ihm ausreden. Ich wollte direkt die Wände bemalen und brauchte dafür verschiedene Farben.
Meine Chefin war da schon schwieriger. Ich musste schon mit der halben Wahrheit rausrücken, damit sie mir das ok gab. Es waren jetzt Freunde, die ihre Wohnung verlassen mussten und das Zimmer war eine Abstellkammer, die erst noch wohnlich gemacht werden musste.
Klaus hingegen hatte keinerlei Probleme. Komm einfach wieder, wenn du fertig bist. hatte er nur gesagt.
Während ich mir schon überlegte, wie ich das Kinderzimmer gestalten wollte, rief Klaus noch die Oma von Claudia an. Er hatte sie ja am Vortag schon kennengelernt und sie als super locker und modern beschrieben. Also schenkte er ihr gleich reinen Wein ein und bekam auch sofort ihre Zustimmung. Sie liebte zwar ihre Enkelin und Urenkelin, aber in ihrer kleinen Wohnung war es doch schon sehr eng, vor allem mit einem lebhaften Kind. Sie würde auch später Claudia anrufen und ihr sagen, dass sie sich nicht wohlfühlte und sie bitten würde, wenn möglich noch eine Nacht bei ihren Freunden zu bleiben.
Die drei tobten immer noch draußen durch den Schnee und hatten inzwischen schon eine ganze Schneefamilie gebaut. Zwei Schneefrauen und ein Kind. Und sogar einen kleinen Babybauch hatte eine der beiden Frauen. Ich wollte schon fast wieder anfangen zu heulen, so sehr freute ich mich für sie. Doch gerade noch rechtzeitig kamen die drei dann wieder rein.
Sie waren doch ziemlich durchgefroren und versammelten sich vor der Heizung. Sarah hatte sich unheimlich schnell an Christa gewöhnt, ließ sich von ihr beim Ausziehen helfen und lag auch bei ihr auf dem Schoß und ließ sich die Füße wärmen.
“Claudia, deine Oma ruft an.”
Klaus brachte ihr das Telefon.
“Sie will bestimmt wissen, wann wir kommen.”
Während des Gesprächs wurde ihr Blick immer ernster. Nachdem sie aufgelegt hatte, sah sie Klaus und mich an.
“Meiner Oma geht es nicht so gut. Sie sagt, irgendwas mit dem Magen. Sie fragt, ob wir eventuell noch einen Tag bei euch bleiben könnten.”
“Aber natürlich! Ihr könnte bleiben, so lange ihr wollt. Ich hoffe, es ist nichts ernstes.”
Klaus war ein besserer Schauspieler als ich. Ich konnte mich schon fast nicht mehr halten vor lachen. Daher ging ich in die Küche, um frischen Tee zu kochen und Kuchen aufzutauen.
“Tante Manu, Tante Manu, wir bleiben noch hier!”
Sarah kam zu mir gelaufen und klammerte sich an mein Bein. Ich hob sie hoch und setzte sie neben mich auf die Arbeitsplatte.
“Freut dich das denn?”
“Oh ja, das ist toll hier. Und hier kann ich auch raus zum Spielen.”
“Du kannst immer gerne zu uns kommen mit deiner Mama.”
“Tante Manu, warum habe ich keinen Papa?”
Mit einem Schlag hatte sie unbewusst meine Stimmung gekillt. Jetzt musste ich überlegen, was ich sagte.
“Du hast schon einen Papa, aber der ist weit weg. Und vielleicht weiß er gar nicht, dass es dich gibt. Und vielleicht weiß deine Mama gar nicht, wie sie ihm das sagen kann. Aber jetzt hast du doch zwei Mamas und Christa wird ganz bestimmt eine ganz tolle zweite Mama sein. Ich kenne sie schon etwas länger und sie ist eine ganz ganz Liebe.”
“Versprichst du mir das?”
“Ja Sarah, das verspreche ich dir. Und schau mal, jetzt ist der Kuchen auch fertig. Möchtest du auch ein Stück Kuchen?”
“Oh ja, bitte!”
“Na dann komm.”
Ich hob sie herunter und schon lief sie los.
“Mama, Mama, Tante Manu hat gesagt, wir dürfen immer her kommen!”
Grinsend ging ich hinter ihr her. Wenn sie wüsste, was der morgige Tag bringen würde.
Der Rest des Tages verging ganz normal. Wir spielten viel mit Sarah, und nachdem wir sie nach dem Abendessen ins Bett gebracht hatten, wollte Claudia die Aufnahmen sehen, die wir auf den Seychellen gemacht hatten. Klaus holte seinen Computer und schon lief der reinste Porno auf dem Fernseher.
“Tja, das war es dann. Und in einer dieser Szenen hat Klaus deine Liebste geschwängert.”
“Und dafür werde ich ihm ewig dankbar sein. Denn ich hätte es ja nicht tun können. Und statt eines anonymen Spenders kennen wir jetzt wenigstens den Vater. Und da er so ein netter ist, werde ich ihm auch erlauben, sein Kind zu sehen.”
“Und vielleicht will ich ja noch ein Kind. Dann darf er mich wieder ficken. Denn auch wenn ich jetzt die Seiten gewechselt habe, muss ich doch zugeben, dass er einen tollen Schwanz hat und super damit umgehen kann.”
Claudia saß inzwischen quer auf Christas Schoß und hatte sich an sie gekuschelt.
“Gott, ihr seid so ein wunderschönes Paar. Ich bin richtig neidisch.”
“Danke schön, vielen Dank auch!”
Klaus sah sauer aus. Aber ich wusste, dass er es nicht war und so konnte ich ihn noch etwas necken.
“Ach, ist mein kleiner Klausi jetzt böse?”
“Das kleine Weibchen wird wohl übermütig. Da muss der kleine Klausi ihr wohl gleich den Hintern versohlen.”
“Ach, das tut der brave kleine Klausi doch nicht.”
Mit einem Sprung war er bei mir, legte mich über seine Oberschenkel und riß mir die Hose runter. Eine Sekunde später regnete ein Schauer an kräftigen Schlägen auf meinen Po. Auch wenn es weh tat, so musste ich doch lachen. Was Klaus dazu anstachelte, noch härter draufzuhauen.
“Au, au, hör auf, bitte!”
Ich lachte immer noch.
“Du findest das wohl lustig?”
Er schlug zwar nicht weiter zu, schob mich aber auf die Couch und steckte zwei Sekunden später bis zum Anschlag in meinem Schlitz. Ich triefte schon vor Nässe und jedes Mal, wenn er zustieß, gab es laute platschende Geräusche.
So hart war ich schon lange nicht mehr gefickt worden. Mir tat die Möse schon weh, als er endlich von mir abließ. Aber nur, um Sekunden später meinen Arsch zu benutzen. Ohne Vorwarnung und ohne zusätzliches Gleitmittel rammte er mir seinen Schwanz rein. Diesmal tat es richtig weh und ich schrie laut auf.
“Ruhig, du Schlampe!”
Mein Arschloch brannte wie Feuer und es dauerte eine ganze Weile, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Die nächsten Tage würden etwas unangenehm da hinten werden, aber ich würde das durchstehen. Ich hatte schon schlimmeres erlebt.
Aber auch Klaus war die Reibung dann doch zu viel, so dass er seinen Schwanz rauszog und mir gezielt ein paar Mal auf meinen weit offenen Hintereingang spuckte. Und schon steckte er wieder in mir und rammelte mich wie ein Karnickel. Ab und zu schlug er mir mit der flachen Hand auf meinen Kitzler und jedes Mal raste erst ein Schmerz und dann ein Orgasmus durch meinen Körper.
Ich hatte schon aufgehört zu zählen, wie oft ich gekommen war, als er endlich meinen Arsch in Ruhe ließ. Aber mich ließ er nicht in Ruhe. Er packte mich bei den Haaren, zwang mich, mich umzudrehen und rammte mir seinen Schwanz bis zum Anschlag in meinen Hals. Dort ließ er ihn erst einmal stecken, bis ich vor Luftmangel schon anfing zu zappeln. Dann ließ er mich ein paar Mal Luft holen und steckte schon wieder in mir. Jetzt aber fickte er mich bloß hart in den Mund. Er stieß so hart zu, dass ich ein paar Mal meinte, er würde mir die Nase brechen.
Er hatte es zwar beim ersten Mal sogar geschafft, mir beim Maulfick einen Orgasmus zu verschaffen, aber das passierte generell nur sehr selten. Und als hätte er es geahnt, blieb er irgendwann in mir, beugte sich vor und kniff mir hart in meinen Kitzler.
In meinem Kopf explodierte eine Bombe. Ich wollte schreien, meinen Orgasmus der Welt mitteilen, aber ich konnte nicht. Mein Mund war komplett von seinem Schwanz blockiert. Meine Arme waren zu schwach um ihn wegzudrücken, gleichzeitig spritzte ich meinen Saft über das Sofa und die komplette Umgebung.
Endlich gab er meinen Mund frei. Meine Arme knickten ein und ich hätte mich so gerne einfach nur hingelegt. Aber Klaus war noch nicht ganz fertig mit mir. Er zog meinen Kopf an meinen Haaren hoch, bis ich seinen Schwanz direkt vor Augen hatte, wichste ihn ein paar Mal und spritzte mir sein Sperma direkt ins Gesicht. Ich hatte dabei den Fehler gemacht, die Augen offen zu lassen und sein erster Schuss ging zielgenau in mein rechtes Auge. Scheiße, brannte das!
Endlich war er fertig mit mir. Ich sackte zusammen und blieb schwer atmend liegen und genoß die Nachwehen meiner vielen Höhepunkte. Ich war mehrfach gekommen, während er mich in Möse und Arsch gefickt hatte, aber der letzte war der heftigste und tollste.
Ich wusste nicht, was Claudia und Christa darüber dachten, aber ich war glücklich. Klaus wusste genau, was mir gefiel und wie weit er gehen konnte. Was hatte ich doch für einen grandiosen Mann!
Claudia:
Ich war gleichermaßen schockiert und fasziniert. Schockiert, wie brutal Klaus seine Frau fickte. Wie sie vor Schmerzen schrie, als er von hinten in sie eindrang. Wie sie keine Luft mehr bekam, als er über einer Minute lang komplett in ihrem Mund und ihrem Hals steckte. Und fasziniert, wie glücklich Manu dabei aussah. Selbst jetzt, als sie völlig fertig auf der Couch lag, grinste sie.
“Mach sowas bitte nie mit mir.”
Christa hatte mir das ins Ohr geflüstert. Ich drehte meinen Kopf zu ihr und antwortete genauso leise.
“Niemals, mein Engel.”
“Aber es hat schon Spaß gemacht, zuzusehen.”
“Stimmt. Aber nur, weil man Manu ansehen konnte, dass es ihr gefiel.”
“Ich wusste das schon, weil er sie auf den Seychellen einen Abend auch so behandelt hat. Das war so schlimm, dass sie zwei Tage lang ihren Po nicht herzeigen konnte. Und sitzen sowieso nicht. Sie hat mir damals gesagt, dass sie das manchmal braucht. Klaus würde das nie von sich aus anfangen. Manu gibt ihm dann immer eindeutige Zeichen.”
Schon während der Show hatte Christa ihre Beine über meine gelegt und sich an mich gekuschelt. Nun fing sie an, an meinem Ohrläppchen zu lutschen und meine Brüste zu streicheln.
“Mama, Hunger!”
Mit bester Kinderstimme hatte sie mir das zugeraunt und schon wurde ich nass zwischen den Beinen. Die Fickshow vorher hatte mich schon erregt, aber die Aussicht darauf, dass mein Liebling mich melken würde, ließ mich schon fast kommen.
Schnell zog ich mich halb aus und schon hing Christa an meiner rechten Brust. Sie saugte kräftig und biss mich manchmal auch leicht. Das machte mich so glücklich, dass ich fast heulen wollte.
“Lasst mir noch was übrig.”
Klaus hatte sich uns gegenüber gesetzt und sah zu, wie Manu es sich an meiner linke Seite bequem machte und meinen anderen Nippel besetzte. Sie ging das viel leichter an und spielte lieber mit meinem Nippel, als daran zu saugen. Doch irgendwann fing sie dann doch an, kräftig zu saugen und meine Brust leer zu machen.
Da sie immer noch nackt war, streichelte ich ihren wunderschönen Körper. Es würde mir schwerfallen, in Zukunft nicht mehr mit Manu ins Bett gehen zu können, aber Christa und ich waren uns einig, nicht fremdgehen zu wollen, auch wenn Manu, Barbara und die anderen nicht wirklich fremd waren.
Als die beiden satt waren und sich neben mich gesetzt hatten, stand Klaus auf.
“Seid mir nicht böse Mädels, aber ich gehe ins Bett. Diese Frau ist so unersättlich, die macht mich immer absolut fertig.”
Wir lachten laut ob der verdrehten Tatsachen. Doch dann stand auch Manu auf.
“Warte, mein Schatz. Ich komme mit. Gute Nacht ihr zwei. Ihr kennt euch ja hier inzwischen aus.”
Christa und ich sahen uns kurz an und standen dann auch auf.
“Wir gehen wohl auch ins Bett. Morgen ist wieder arbeiten angesagt.”
Hand in Hand gingen Christa und ich nach oben. Gemeinsam duschten wir uns noch schnell und während ich noch einen schnellen Blick auf Sarah warf, ging Christa schon ins Bett. Mit weit gespreizten Beinen wartete sie auf mich.
Fasziniert blieb ich vor dem Bett stehen und sah sie an. Sie war so wunderschön und mein Herz schlug heftig, als mir bewußt wurde, dass ich mit ihr mein Glück gefunden hatte. Seit ich das erste Mal was mit einem Jungen angefangen hatte, hatte ich tief in mir das Gefühl, dass irgendwas verkehrt war. Und selbst, als vor einigen Wochen Klaus, Peter und Oliver mich stundenlang gefickt hatten, war dieses Gefühl da. Und endlich wusste ich, was es mir die ganze Zeit sagen wollte. Deine Zukunft sind Frauen!
So verlockend ihr sauber rasierter Schlitz auch war und so gerne ich einen Orgasmus gehabt hätte, jetzt wollte ich nur noch kuscheln. Ich wollte meiner Süßen so nah sein wie es nur ging. Schon wie ich mich nicht zwischen ihre Beine legte, sondern neben sie, konnte ich sehen, wie sich Christas Blick veränderte.
“Bitte Baby, ich möchte jetzt lieber nur mit dir kuscheln.”
Christa zog die Decke über uns nahm mich in den Arm. Wie so oft in den letzten Tagen, fing ich an zu heulen.
“Ich bin so glücklich! Ich… ich liebe dich!”
Jetzt heulte ich hemmungslos. Zum Glück hatten wir eine Schachtel mit Papiertüchern neben dem Bett stehen, so dass Christa immer wieder meine Tränen abwischen konnte. Sie hielt mich ganz fest und flüsterte mir was ins Ohr, was ich aber aufgrund meiner Heulerei nicht verstand.
Endlich war mein Tank leer und ich hörte auf zu weinen. Christa hielt mich immer noch fest im Arm und schaukelte mich leicht hin und her.
“Oh Gott, Christa, es tut mir so leid. Du hattest dich auf eine schöne Liebesnacht gefreut und ich heule dich hier bloß voll.”
“Pssst mein Schatz, es ist alles gut. Ich bin schon glücklich, wenn ich nur mit dir zusammen bin. Wenn ich hier mit dir liege und deine zarte Haut an meiner spüre, deine Brüste sich an meine drücken und mich mit Milch nass machen, wenn ich deine Haare riechen kann und wir uns küssen, wenn ich deine feuchte Pussy an meinem Bein spüre, dann bin ich der glücklichste Mensch auf dieser Welt. Aber willst du mir nicht erzählen, warum du so emotional bist?”
“Als ich dich hier hab liegen sehen, wurde mir klar, dass Frauen, nein, dass DU meine Zukunft bist. Immer wenn ich Sex hatte, war irgendwas verkehrt. Ich wusste bloß nicht, was. Und jetzt gerade wurde mir das klar. Und dann wurde mir auch klar, was für ein Glück ich hatte, dich hier zu treffen.”
So schnell wie der Tank bei meinem Auto war auch mein Tränentank wieder aufgefüllt. Ich heulte schon wieder los, doch jetzt war ich nicht alleine. Auch Christa konnte sich nicht mehr halten und wir weinten hemmungslos, bis plötzlich die Tür aufging.
“Hey ihr zwei, ist alles in Ordnung? Ich konnte euch bis nach unten hören.”
Manu stand vor unserem Bett und sah uns besorgt an.
Christa und ich setzten uns auf, wischten unsere Tränen ab und putzten uns die Nase.
“Ja, es ist alles in Ordnung. Mir war vorhin bloß was klar geworden.”
Ich erzählte ihr, was mir vorher durch den Kopf gegangen war und auch Christa konnte nur ähnliches sagen. Als wir fertig waren, kletterte Manu zu uns aufs Bett und nahm uns in die Arme.
“Ihr zwei seid schon was ganz Besonderes. Und dafür liebe ich euch auch so sehr. Ich war mir so sicher, dass ihr zwei zusammen passt und wie ihr seht, hatte ich recht. Und ich freue mich so sehr, dass ihr so schnell zusammengefunden habt. Und Christa, du bist uns überhaupt nichts schuldig. Eher sind wir dir was schuldig. Immerhin haben wir ja dich und Fritz auseinander gebracht. Und euer Glück ist für uns viel, viel wichtiger als alles Geld der Welt. Also genießt eure neue Liebe und denkt nicht über uns nach. Solange ihr unsere Freundinnen seid, sind wir auch glücklich.”
Manuela gab uns einen freundschaftlichen Kuss auf die Lippen und ging dann wieder. Durch die Unterbrechung hatten wir unser emotionale Phase überwunden. Wir legten uns wieder hin, hielten uns gegenseitig fest und küssten uns zärtlich. Wir flüsterten uns liebevolle Worte zu, bis wir dann fast gleichzeitig einschliefen.
Klaus:
Wir starteten den Tag etwas früher als normal, da Claudia und Christa viel zu erledigen hatte. Claudia mußte eine Angestellte anmelden und trotzdem den Laden pünktlich aufsperren. Sie hatte vorher noch mit ihrer Oma telefoniert und da es deren Magen schon wieder besser ging, konnte sie wieder auf ihre Enkelin aufpassen. Doch ich konnte Claudia überzeugen, dass es für mich leichter wäre, Sarah zu ihrer Oma zu bringen als für sie. Christa fuhr nur wenige Minuten später. Sie würde sich im Rathaus ummelden und dann mit Claudia treffen. Die musste sie ja in ihre neue Tätigkeit einweisen.
Manu und ich starteten kurz nach den beiden. Während sie sich mit ihrem Vater im Baumarkt traf, fuhr ich zu Claudias Oma, um Sarah hinzubringen und sie in unsere Pläne einzuweihen. Die Frau war unglaublich. Sie entstammte einer ganz anderen Generation, aber selbst die Erkenntnis, dass ihre Enkelin jetzt mit eine Frau zusammen war und sie demnächst heiraten würde, warf sie nicht um. Sie fand das einfach nur cool. Sie versprach, die ganze Kleidung von Claudia und Sarah zusammenzupacken. Ich würde sie dann später abholen.
Zum Glück war es von da nicht weit bis zu den schwedischen Möbeln. Ich raste durch den Laden, suchte ein paar passende Möbel aus und fuhr so schnell wie möglich wieder zurück. Unterwegs rief ich noch Oliver an. Uns war das Glück wirklich hold und er hatte heute nicht viel zu tun, bzw. konnte einen Termin verschieben. Er kam direkt zu uns und konnte noch Peter beim Ausräumen des Zimmers helfen, bis ich mit den Möbeln eintraf.
Es war ein hektischer Tag. Damit die Farbe etwas schneller trocknete, hatten wir die Heizung voll aufgedreht und noch einen Heizstrahler aufgestellt. Während Peter schwitzend das Zimmer strich, bereitete Manu ihr Design vor. Oliver und ich bauten so weit wie möglich schon mal die Möbel auf. Den Kleiderschrank und das Bett mussten wir direkt im Zimmer aufbauen. Die hätten wir nicht fertig zusammengebaut durch die Tür gebracht.
Am frühen Nachmittag war das Zimmer schon fast trocken und während ich Pizzas organisierte, fing Manu an, ihre Gemälde vorzuzeichnen. Nach dem Essen begann Manu zu malen und Peter und Oliver bauten die restlichen Möbel auf. Ich fuhr zur Oma, die mich angerufen hatte. Ich sollte die Kleidung doch am besten abholen, solange Sarah schlief. Sie würde dann gar nicht merken, dass etwas im Gange war.
Sie hatte tatsächlich die ganze Kleidung und das meiste Spielzeug schon verpackt und in die Garage gestellt. So konnte ich alles abtransportieren, ohne dass ich überhaupt klingeln musste. Wieder zurück bei uns, mussten wir nur noch die Kleiderschränke einräumen und das Spielzeug wegpacken.
Ganz so einfach war es dann doch nicht, aber um kurz nach sechs waren wir fertig. Während Manu und ihr Vater anfingen, ein besonderes Abendessen vorzubereiten, fuhr ich nochmal los, um Sarah abzuholen. Claudia musste ja zu uns kommen und das ging am besten, wenn Sarah bei uns war.
Wir waren gerade einmal eine Viertelstunde wieder da, als es klingelte. Sarah lief sofort los, denn das musste ja ihre Mutter sein. Im ersten Moment war sie enttäuscht, aber dann sprang sie in Christas Arme und begrüßte sie mit einem dicken Kuss.
Christa setzte ihre Stieftochter dann doch wieder ab, um ihren Mantel auszuziehen. Gemeinsam gingen wir dann ins Wohnzimmer.
“Wollte Claudia heute nicht schon wieder bei ihrer Oma bleiben?”
Jetzt waren wieder meine schauspielerischen Fähigkeiten gefragt. Ich musste bei meinen Antworten so neutral wie möglich bleiben.
“Ja, aber wir wollten für euch wenigstens noch eine kleine Feier veranstalten. Schließlich seid ihr ja verlobt.”
“Was ist verlobt?”
Sarah hatte aufmerksam zugehört. Während ich noch überlegte, wie ich das am besten kindgerecht ausdrücken würde, war Christa schneller.
“Wenn sich zwei Menschen ganz doll lieb haben, dann verloben sie sich. Sie versprechen sich gegenseitig, dass sie immer zusammenbleiben wollen.”
“Und du hast dich gestern verlobt?”
“Ja, mit deiner Mama. Ich möchte immer mit ihr zusammen bleiben.”
“Aber du bist doch auch ein Mädchen.”
“Ja, aber auch Mädchen können sich lieb haben. Und sie können dann auch heiraten.”
“Was ist heiraten?”
Oh je, da hatte sich Christa was schönes eingebrockt. Aber sie würde da schon wieder rauskommen.
“Wenn man heiratet, dann wird das Versprechen noch stärker. Dann sagt man sogar vor dem Gesetz, dass man zusammenbleiben will.”
“Das verstehe ich nicht.”
Christa hob Sarah auf ihren Schoß.
“Das musst du jetzt auch noch nicht verstehen. Wenn du mal so alt bist wie deine Mama oder ich, dann wirst du auch wissen, was das bedeutet.”
“Ok.”
Damit war das Thema für Sarah erledigt. Sie blieb sitzen und kuschelte sich an Christa.
“Klaus, meinst du, sie hat das gestern ernst gemeint?”
“Aber sicher, ganz ernst. Du hast ja den Ring immer noch an deinem Finger.”
Christa besah sich den Ring genauer. Es war ein älterer Ring von Manus Oma, den sie aber nie trug und der nun zu neuen Ehren kam.
“War das wirklich spontan? Wo hat sie den Ring her, sie war doch die ganze Zeit hier.”
“So ganz spontan wohl nicht. Sie muss vorher mit Manu gesprochen haben, denn von ihr hat sie den Ring. Aber mit dem Vorschlag, Scharade zu spielen, war dann alles geplant. Was meinst du denn, warum bei der bewussten Frage keiner was gesagt hat?”
Christa versuchte, den Ring vom Finger zu ziehen, schaffte es aber so trocken nicht.
“Nicht, laß ihn drauf. Das ist unser Verlobungsgeschenk. Manu trägt den Ring nie und wenn er dir gefällt, ist das doch toll.”
“Oh ja, er ist wunderschön. Aber das sind doch Diamanten da drin. Der muss doch richtig wertvoll sein.”
“Ich weiß es nicht. Das ist aber auch nicht wichtig. Geld ist nun wirklich nicht so wichtig wie eure Liebe. Und wenn wir dazu beitragen konnten, dass ihr zwei euch gefunden habt, ist das viel mehr wert als ein bisschen Geld.”
“Geld ist nicht wichtig können auch nur die sagen, die genug davon haben.”
“Ach du meinst wegen der fünfhundert Kilo aus der Show? Ja, die liegen bei uns auf dem Konto, aber flippen wir deswegen aus? Nein. Und es ist mir wirklich nicht so wichtig. Wenn morgen dein Auto zusammenbricht, dann würde ich dir das Geld für eine Reparatur oder ein neues geben. Wir werden es mit Sicherheit nicht sinnlos verballern, aber wir werden auch nicht darauf sitzen bleiben.”
Sarah war wohl doch nicht mehr an unserer Unterhaltung interessiert, denn sie war inzwischen eingeschlafen. Christa legte sie vorsichtig auf die Couch, stand auf und stellte sich vor mich hin.
“Steh mal auf.”
Ich erhob mich und sie fiel mir um den Hals.
“Danke, danke, danke! Ihr habt schon so viel für mich getan. Mehr als alle meine anderen Freunde jemals für mich getan haben. Oder Fritz oder meine Familie. Und dabei kennt ihr mich doch nur ein paar Tage.”
“Bis jetzt konnte ich mich auf meine Menschenkenntnis noch immer verlassen.”
Als Manu in dem Moment kurz aus der Küche kam, ging Christa zu ihr und fiel ihr um den Hals. Sie bedankte sich noch einmal bei ihr für den Ring und alles, was wir für sie getan hatten.
Kurz darauf klingelte es erneut und wieder rannte Sarah los. Diesmal musste es ja ihre Mutter sein. Ich ging ihr hinterher und öffnete die Tür. Sofort sprang Sarah auf ihre Mutter los, die sie gerade noch auffangen konnte.
“Was machst du denn hier? Solltest du nicht bei deiner Oma sein?”
Sarah sah mich fragend an, weil sie den Hintergrund der ganzen Aktion nicht kannte.
“Wir haben beschlossen, für euch wenigstens eine kleine Verlobungsfeier zu machen. Und da muss Sarah natürlich auch dabei sein.”
“Ich weiß, was verloben ist.”
Sarah sah ihre Mutter begeistert an.
“Das ist, wenn sich zwei lieb haben und, und… Ich weiß es nicht mehr.”
Claudia gab ihr einen Kuss und gab sie mir dann, um ihre Jacke ausziehen zu können. Da kam auch schon Christa und begrüßte ihre Freundin mit einem zärtlichen Kuss.
“Das Essen ist gleich fertig.”
Wir gingen ins Esszimmer, wo der Tisch schon gedeckt war und neben vier Stühlen auch der Kinderstuhl stand, den ich am Vormittag auch noch gekauft hatte.
Claudia und Christa sahen mich ratlos an.
“Na, wir hoffen doch, dass ihr uns in Zukunft ab und zu mal besuchen kommt.”
Ich ging in die Küche, um die Vorspeise zu holen. Angebratene Aprikosen in einer Sauce aus Traubensaft und Pfefferminz. Als Hauptgang gab es dann Entenbrust in Kirschsauce mit Schupfnudeln und zum Nachtisch Joghurt mit Ahornsirup und gerösteten Pinienkernen.
Christa:
Ich war vollständig verwirrt. Was passierte hier gerade alles? Warum saß ich hier mit meiner Liebsten, die ich erst seit zwei Tagen kannte, bei meinen doch noch neuen Freunden, die ich erst seit gut zwei Monaten kannte? Und warum hatten die so toll für uns gekocht? Eigentlich hätte ich das alles machen sollen für das, was sie schon alles für mich getan hatten.
Es schmeckte toll, alles war aufgegessen worden und auch Sarah hatte keine Sauerei veranstaltet. Claudia deutete dann auf ihre Tochter, die inzwischen schlafend in ihrem Stühlchen hing.
“Vielen Dank für alles, aber ich glaube, wir beide machen uns langsam auf die Socken.”
“Oh nein, so einfach kommst du nicht davon. Wir legen Sarah jetzt kurz im Wohnzimmer auf die Couch und dann haben wir noch ein kleines Spiel für euch.”
Manu klang so, als ob sie keine Widerrede dulden würde. Klaus hob Sarah aus ihrem Stühlchen und brachte sie ins Wohnzimmer. Dann kam er mit drei Schlüsseln zurück.
“So meine Lieben, ihr habt es jetzt bis zur Bonusrunde geschafft. Hinter einem dieser Schlüssel versteckt sich die Überraschung, hinter den beiden anderen ein Schneeball in den Nacken. Wählt jetzt einen Schlüssel.”
Klaus gab einen tollen Spielleiter ab. Er versuchte, uns in eine bestimmte Richtung zu drängen, aber wir blieben bei unserer ersten Wahl.
“Gut, dann dreht den Schlüssel mal um, den ihr gewählt habt.”
Auf der Rückseite befand sich ein weißer Aufkleber.
“Glückwunsch, der erste Schneeball ist schon mal weg. Dann wählt jetzt einen zweiten Schlüssel.”
Claudia und ich entschieden uns für einen Schlüssel und Klaus versuchte wieder, uns für den anderen zu begeistern.
“Ich gebe euch eintausend Euro, wenn ihr den anderen Schlüssel nehmt.”
Mir schwirrte der Kopf und ich wusste garnicht mehr, was ich noch tun sollte. Zum Glück war ja Claudia auch noch da und die entschied sich, den Schlüssel zu wechseln.
“Dann dreh bitte den Schlüssel um, den ihr nicht gewählt habt.”
Auch hier war ein weißer Aufkleber drauf.
“Applaus, Applaus, Applaus, ihr habt euch für den richtigen Schlüssel entschieden.”
Jetzt übernahm Manu wieder.
“Dann nehmt euch mal den Schlüssel und kommt mit.”
Sie führte uns nach oben, bis wir vor meinem Zimmer standen. Manu bedeutete mir mit einer Geste, die Tür aufzuschließen.
“Und nun, Trommelwirbel, herzlich willkommen in eurem neuen Zuhause!”
Mit den Worten gab sie der Tür einen Schubs und Klaus schob Claudia und mich in das Zimmer.
Ich war sprachlos. Auf dem Bett war rote Satin Bettwäsche für zwei Personen und das ganze mit einem großen Herz aus gelben Rosenblättern geschmückt. Die Türen des Kleiderschranks waren offen und von oben bis unten voll mit Kleidung. So viel gehörte mir aber nicht.
Manu umarmte uns von hinten. Wir drehten uns zu ihr um und mein Blick war bestimmt so ratlos wie der von Claudia.
“Wir können doch nicht verantworten, dass ein frisch verlobtes Paar so weit getrennt voneinander wohnt. Also werden ihr jetzt erst einmal hier wohnen. Ich habe deine ganze Kleidung heute schon von deiner Oma geholt. Ist alles schon im Schrank. Hier könnt ihr euch austoben, bis ihr irgendwann was eigenes gefunden habt. Aber lasst euch ruhig Zeit damit. Klaus und ich freuen uns über jeden Tag, an dem ihr hier seid.”
Mir standen die Tränen in den Augen und bei Claudia liefen die ersten schon die Wangen hinunter.
Bevor wir aber irgendwas sagen oder tun konnten, schob Klaus uns wieder hinaus auf den Flur.
“Und natürlich haben wir auch an Sarah gedacht. Und da ein Arbeitszimmer nicht das richtige für ein Kind ist, haben wir hier ein wenig umgebaut.”
Klaus öffnete die gegenüberliegende Tür und wir standen in einem wunderschön eingerichtetem Kinderzimmer. Bunt bemalte Wände, ein großes Bett mit hunderten Stofftieren, ein großer Kleiderschrank und ein kleinerer Schrank für ihr Spielzeug.
Claudia heulte jetzt richtig. Sie hing an Manus Hals und weinte und weinte. Und da konnte ich mich auch nicht mehr halten. Auch wenn es nicht mein Kind war, hatte ich die Kleine doch auch sehr schnell in mein Herz geschlossen und ich freute mich so sehr, dass unsere kleine Familie nun jeden Tag zusammen sein würde.
Die Tränen schossen mir in die Augen und da auf die Schnelle niemand da war, an dem ich mich festhalten konnte, sackte ich kraftlos zusammen. Ich hockte auf dem Boden und heulte mir die Seele aus dem Leib. Klaus zog mich dann hoch und hielt mich fest.
Es dauerte eine ganze Weile, bis wir uns wieder beruhigt hatten. Claudia umarmte mich und wieder fingen wir an zu heulen. Doch diesmal ging das schneller vorbei und endlich konnten Manu und Klaus uns wieder nach unten führen.
Inzwischen war Sarah wieder aufgewacht und rief nach ihrer Mutter. Claudia nahm sie hoch.
“Bist du wieder traurig?”
“Nein mein Schatz, ich habe wieder geweint, weil ich so glücklich bin. Und jetzt komm, ich zeige dir was.”
Ich folgte meiner Freundin und ihrer Tochter nach oben.
“Schau mal, mein Schatz, was Manu und Klaus für uns gemacht haben! Das ist dein ganz eigenes Zimmer. Nur für dich. Hier kannst du spielen ohne dass dich jemand stört. Aber immer schön aufräumen, ok?”
“Und ich schlafe in dem großen Bett?”
“Ja, da schläfst nur du drin.”
“Und wo schläfst du?”
Wir gingen hinüber in unser Schlafzimmer.
“Hier schlafen Christa und ich. Wenn also wirklich mal nachts was ist, brauchst du nur hier rüber kommen.”
“Und Oma?”
“Oma bleibt in ihrer Wohnung.”
“Schade.”
“Aber da war es für uns doch ziemlich eng. Findest du nicht? Hier haben wir doch viel mehr Platz.”
“Ja.”
“Und Oma ist doch auch nicht so weit weg. Wir können immer zu ihr fahren wenn wir wollen. Oder sie kann auch mal herkommen. Und du kannst jeden Tag mit ihr telefonieren.”
“Mama, ich muss mal.”
Claudia ging mit ihr nach nebenan ins Bad. Und da stand neben der Toilette ein Kinderaufsatz mit einer kleinen Leiter. Das hatten wir beide noch nicht gesehen. Manu baute es auf die Schüssel und sofort zog Sarah sich die Hose aus, kletterte hinauf und fing an zu pinkeln. Dabei grinste sie uns stolz an. Nur das Papier war leider zu weit weg, so dass Claudia ihr ein Blatt reichte. Sie wischte sich ab, kletterte wieder herunter und spülte sogar noch. Dann setzte sie sich auf den Vorleger und fing umständlich an, sich die Hose wieder anzuziehen.
“Laß gut sein, Sarah. Ich glaube, es ist Zeit für dich, ins Bett zu gehen. Wir gehen rüber und ziehen dir gleich deinen Schlafanzug an.”
Mit nacktem Hintern lief sie hinüber in ihr Zimmer, zog sich komplett aus und versuchte, sich ihren Schlafanzug anzuziehen, der bereit auf ihrem Bett lag. Doch damit hatte sie immer noch ihre Probleme und so half Claudia ihr. Dann ging es noch einmal ins Bad, um die Zähne zu putzen.
Manu und Klaus waren inzwischen wieder hinunter gegangen, aber Sarah vermisste die beiden im Moment nicht. Als wir sie ins Bett brachten, klammerte sie sich wie ein kleines Äffchen an ihre Mutter.
“Mama, bleiben wir jetzt wirklich hier?”
“Ja Prinzessin, wir wohnen jetzt hier. Aber wir werden uns dann später mal ein eigenes Haus suchen.”
“Das ist toll Mama, es ist schön hier.”
“Du musst aber immer schön artig sein. Das Haus gehört Manuela und Klaus und wenn du nicht brav bist, müssen wir wieder gehen.”
“Ich werde ganz brav sein, Mama.”
“Das weiß ich. Und jetzt wird geschlafen. Gute Nacht, mein Engel.”
Sarah gab ihrer Mutter noch einen dicken Kuss, doch anstatt sich dann hinzulegen, kam sie zu mir und sprang in meine Arme.
“Gute Nacht, Mama Kissa!”
“Gute Nacht Sarah, schlaf gut.”
Auch ich bekam noch einen dicken Kuss und dann legte sie sich einfach ins Bett, drehte sich auf die Seite und machte die Augen zu. Ganz ohne Theater, wie man es von so vielen anderen Kindern kannte.
Wir gingen hinaus und Claudia machte das Licht aus.
“Kein Nachtlicht, keine Geschichte?“
“Nein, hat sie noch nie gebraucht. In der Nacht ist es dunkel und damit gut.”
“Was hast du für ein braves Kind.”
“Ja, mir ist sie manchmal schon unheimlich. Aber ich will mich nicht beschweren.”
Ich umarmte Claudia und hauchte ihr einen zärtlichen Kuss auf den Mund.
“Ich liebe dich, Claudia. Ich liebe dich, wie ich noch nie einen Menschen geliebt habe.”
“Ich liebe dich auch, Kissa. Ich bin so glücklich, dass ich dich getroffen habe.”
Wir küssten uns noch eine ganze Weile, bevor wir langsam wieder hinunter gingen.
“Du, was die beiden in den letzten Tagen für uns gemacht haben, können wir nie wieder gut machen. Aber wir müssen uns irgendwas als Dankeschön überlegen.”
“Ja, absolut. Das ist echt nicht normal.”
“Mir stehen schon wieder die Tränen in den Augen. Ich weiß echt nicht wohin vor lauter Glück.”
“Dann lass sie laufen. Ich weiß genau, wie du dich fühlst. Mir geht es ja genauso.”
Ich schaffte es gerade noch bis ins Wohnzimmer, bevor ich wieder anfing zu heulen. Mitten im Raum brach ich förmlich zusammen. Manu sprang sofort auf und zog mich zu sich auf die Couch.
“Was ist denn, mein Schatz?”
“Ich… ich bin… so glücklich!”
“Aber das ist doch kein Grund zu weinen.”
Sie streichelte mich zärtlich, aber trotzdem brauchte ich noch eine ganze Weile, bis ich endlich wieder klar reden konnte.
“Entschuldigt bitte, aber ich bin so verdammt nah am Wasser gebaut.”
“Stimmt. Was hier in den letzten Tagen geheult worden ist, würde reichen um die Sahara zu begrünen. Aber das macht doch nichts. Mir sind so Emo Queens viel lieber als die, die ohne Regung alles hinnehmen. Wenn ihr so welche wärt, hätten wir euch nicht geholfen.”
Claudia hatte sich nun auch zu Manu gesetzt.
“Wir wissen wirklich nicht, wie wir das jemals wieder gut machen können. Ihr habt schon so viel für uns getan. Und jetzt die Zimmer noch da oben. Das ist doch Wahnsinn!”
“Bitte Mädels, jetzt übertreibt mal nicht. Die Räume waren da und hätten sowieso mal renoviert werden müssen. Dann haben wir das eben etwas vorgezogen. Und den Fitnessraum wollten wir sowieso auch in den Keller verlegen. Das werden wir auch vorziehen, so dass ihr für die beiden Babys auch einen Raum habt. Außerdem kann ich mit meinem Haus machen, was ich will.”
Das hatte ich eher von Manu erwartet, aber nicht von Klaus.
“Aber wir haben euer Haus doch praktisch halbiert. Ihr braucht die Räume doch auch.”
“Nein, wieso? Fitness kommt in den Keller, das Büro habe ich noch nie genutzt, und das Gästezimmer ist für Gäste, und die seid ihr. Es ist absolut ausreichend, wenn ihr euch an den laufenden Kosten beteiligt. Aber lasst euch Zeit. Wir werden in den nächsten Wochen erst einmal zusammenleben. Wir werden sehen, wer wann kocht, wer einkaufen geht usw. Und dann sehen wir weiter.”
“Wir werden euch so bald wie möglich Miete bezahlen. Und keine Widerrede. Sonst ziehen wir morgen aus. Punkt!”
“Ok, wie ihr wollt. Und ich hoffe, ich habe euch klargemacht, dass wir euch so schnell nicht loswerden wollen. Bevor ihr euch eine teure Wohnung oder gar ein Haus mietet… . Und Manu hat es ja auch schon gesagt, wir freuen uns, dass ihr hier seid. Ein volles Haus macht doch viel mehr Spaß.”
Ich hätte schon wieder anfangen können zu heulen, konnte mich aber beherrschen. Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile, bis Claudia für sich den Abend beendete. Ich wurde auch langsam müde und gemeinsam gingen wir nach oben.
Claudia:
Christa und ich gingen in unser Schlafzimmer. Unser Schlafzimmer, wie sich das anhörte! Wir gingen gemeinsam ins Bad und putzten uns die Zähne.
Neben unserem Bett standen wir uns gegenüber und sahen uns gegenseitig beim Ausziehen zu.
“Christa, du bist so wunderschön!”
“Das hast du schon ein paar mal gesagt.”
“Ich weiß, aber ich kann es nicht oft genug sagen. Es ist einfach so und ich bin so unheimlich glücklich.”
Sie umarmte und küsste mich. Wir schmusten noch ein wenig, bevor wir die Rosenblätter von unserem Bett entfernten und uns hineinlegten.
Christa kuschelte sich an mich. Es war schon zu erkennen, dass ich schwanger war und Christa streichelte und küsste meinen Bauch mit wahrer Begeisterung. Dass ich bei so zarten Berührungen dort extrem kitzlig war, konnte sie ja nicht wissen. Ich versuchte aber auch, dass so gut wie möglich zu unterdrücken, da mich die Berührungen nämlich auch unheimlich feucht machten und ich sie nicht davon abbringen wollte.
Irgendwann sah sie mich grinsend an und küsste sich ganz langsam hinunter zwischen meine Beine. Doch kurz bevor sie meinen Kitzler erreichte, kniete sie sich hin, spreizte meine Beine und legte sich dazwischen. Zart wie eine Feder glitt ihre Zungenspitze über meine Schamlippen, umkreiste meinen Kitzler und suchte sich ihren Weg bis hinunter zu meinem Hintereingang.
Ganz langsam erhöhte sie den Druck ihrer Zunge. Sie drückte damit auf meine Klit oder schob sich so weit wie möglich zwischen meine Lippen. Oh, hätte sie doch eine längere Zunge, mit der sie alle Punkte in meiner Röhre erreichen konnte. Ihre Zunge auf meinem G-Punkt! Müsste das toll sein!
Es reichte aber schon, dass sie nun einen Finger in mich schob und den magischen Punkt mit ihrer Fingerspitze massierte. Gleichzeitig saugte sie an meinem Kitzler und es dauerte nicht lange, bis mir meine Verlobte den ersten Orgasmus bescherte. Oh, wie hatte ich das vermisst. Ein Vibrator war ja ganz nett, aber wenn die kleine Tochter im gleichen Zimmer schlief, war es da natürlich nicht möglich. Und mal schnell auf der Toilette war nicht wirklich befriedigend.
Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich einen Orgasmus von einer Person, die ich wirklich liebte und die mich liebte. Mit Manu und Klaus und den anderen war es auch schön gewesen, aber das war nur Sex. Das hier war echte Liebe.
Diese Gedanken gingen mir durch den Kopf, bevor der Höhepunkt alles auslöschte. Ich sah nur noch bunte Flecken, mein Körper zitterte und ich schrie meine ganze Lust heraus.
Christa lag wieder neben mir und ich war gerade etwas zur Ruhe gekommen, als ein kühler Luftzug über meinen erhitzten Körper zog.
“Mama, hast du ein Aua?”
Wie vom Blitz getroffen setzte ich mich auf. Neben dem Bett stand Sarah und blickte uns mit großen Augen an. Sie hatte einen kleinen Teddy im Arm, den sie ganz fest hielt.
In rasender Geschwindigkeit gingen mir verschiedene Optionen durch den Kopf. Doch dann erinnerte ich mich daran, was ich mal in einem Ratgeber gelesen hatte.
“Nein mein Schatz, mir tut nichts weh.”
“Aber warum schreist du dann?”
“Komm mal her, Sarah. Setzt dich zu uns und ich erkläre dir das. Ok?”
Sarah kletterte aufs Bett und setzte sich zwischen Christa und mich.
“Schau Sarah, wenn sich zwei Menschen ganz doll lieb haben, dann kuscheln sie auch gerne miteinander. Und dabei kann es passieren, dass man Gefühle loswerden muss. Und da kann es sein, dass man mal schreit. Das ist nichts Schlimmes.”
“Aber ich muss nicht schreien, wenn wir kuscheln.”
“Das passiert nur, wenn du erwachsen bist. Bei Kindern geht das noch nicht.”
Sarah sagte jetzt nichts mehr.
“Sollen wir dich wieder ins Bett bringen?”
“Oh ja.”
Wir standen auf und Christa nahm meine Tochter auf den Arm.
“Wenn nachts was ist, kannst du jederzeit zu uns kommen. Aber dann zieh doch deine Hausschuhe an. Barfuß auf dem kalten Boden ist nicht gesund.”
Sarah hatte ihren Kopf auf Christas Schulter gelegt. Sie nickte nur noch leicht und als wir sie wieder in ihr Bett legten, schlief sie schon wieder. Ich legte einen Arm um Christas Taille und zog sie an mich.
“Ich bin so froh, dass sie dich mag.”
Sie küsste mich und schob mich Richtung Tür.
“Lass uns auch schlafen, ja Mama?”
Eine Minute später lagen wir wieder im Bett.
“Ich bin dir noch was schuldig.”
“Schon ok meine Süße. Machen wir morgen.”
Christa hatte sich noch nicht ganz auf die Seite gedreht, als sie auch schon schlief. Ich betrachtete sie noch ein wenig, deckte uns dann zu und machte das Licht aus. Ganz so schnell konnte ich dann aber doch nicht schlafen. Zu viele Gefühle des Glücks und der Dankbarkeit gingen mir durch den Kopf.



