Es war ein warmer Juliabend, und die Luft am Bodensee roch nach Sommer, nach Seegras und dem Duft von gegrilltem Fisch aus den Restaurants in der Ferne. Ich saß auf der Terrasse der Ferienwohnung, die unsere alte Freundesclique für ein Wochenende gemietet hatte. Ein Wiedersehen, zehn Jahre nach dem Abitur. Die meisten waren schon in Lindau, um in der Altstadt zu Abend zu essen, aber ich hatte mich entschieden, zurückzubleiben. Mir war nach Ruhe – oder so redete ich mir ein.
Dann hörte ich Schritte. Jonas kam die Holztreppe zur Terrasse hoch, in einer Hand ein Bier, in der anderen sein Handy. „Na, Einzelgänger?“, grinste er und ließ sich auf den Stuhl gegenüber fallen. Mein Herz machte einen kleinen Sprung. Jonas. Mein ehemaliger Stiefbruder. Unsere Eltern hatten sich vor Jahren getrennt, und seitdem hatten wir uns kaum gesehen. Er war älter geworden, breiter, mit einem Dreitagebart und diesem selbstsicheren Blick, der mich schon als Teenager nervös gemacht hatte. Jetzt, mit 29, war er ein Mann, der wusste, was er wollte. Und ich? Ich war 27, Single, und irgendwie fühlte ich mich in seiner Gegenwart wieder wie 17.
„Dachte, ich genieße mal die Aussicht“, sagte ich und nippte an meinem Weißwein. Ich trug ein leichtes Sommerkleid, das bei jedem Windstoß über meine Oberschenkel strich. Jonas’ Blick wanderte kurz über mich, dann wieder zum See. Wir plauderten, erst über Belangloses – Arbeit, Reisen, die alten Zeiten. Doch die Luft zwischen uns knisterte, und ich wusste, dass er es auch spürte.
Irgendwann, nach dem zweiten Bier, rückte er näher. Sein Knie berührte meines unter dem Tisch, und er ließ es dort. „Weißt du“, sagte er, seine Stimme tiefer, „ich hab dich früher immer heimlich angeguckt. Du warst so… unerreichbar.“ Ich lachte, aber mein Puls raste. „Unerreichbar? Ich war deine nervige Stiefschwester.“
„Vielleicht“, sagte er und lehnte sich vor, „aber jetzt bist du hier.“ Seine Hand landete auf meinem Oberschenkel, ganz beiläufig, als wäre es das Normalste der Welt. Ich erstarrte, aber ich schlug seine Hand nicht weg. Stattdessen hielt ich seinem Blick stand, während seine Finger langsam unter den Saum meines Kleides glitten. Mein Atem ging schneller. Das war falsch, oder? Aber warum fühlte es sich so verdammt richtig an?
Seine Hand wanderte höher, und als sein Daumen über meine Hüfte strich, bemerkte er es. Kein Slip. Seine Augen weiteten sich, und ein leises „Fuck“ entkam ihm. Ich hätte etwas sagen sollen, ihn stoppen, aber stattdessen griff ich nach seiner Hand und führte sie zwischen meine Beine. Ich wollte, dass er spürte, wie sehr ich ihn wollte. Seine Finger glitten über meine feuchte Haut, und ich sah, wie sich sein Kiefer anspannte. „Du bist so nass“, murmelte er, fast ehrfürchtig.
„Jonas…“, flüsterte ich, aber meine Stimme brach. Die anderen würden bald sein, doch die Gefahr machte es nur intensiver. Seine Finger bewegten sich geschickt, streichelten meine empfindliche Haut, und ich biss mir auf die Lippe, um nicht zu stöhnen. „Ich wusste nicht, dass du so…“, er hielt inne, suchte nach Worten, „so verdammt heiß bist.“
Ich konnte nicht mehr klar denken. Ich zog ihn zu mir und küsste ihn, hart und hungrig. Seine Lippen waren warm, nach Bier und Verlangen. Der Kuss war wie ein Dammbruch – all die Jahre, in denen wir uns nicht gesehen hatten, all die unausgesprochenen Blicke, sie explodierten in diesem Moment. Er stand auf, hob mich hoch, seine Hände unter meinem Hintern, und trug mich ins Haus. Die Ferienwohnung hatte einen kleinen Schlafraum mit einem breiten Bett, und dort warf er mich auf die Matratze.
„Zieh das Kleid hoch“, sagte er, seine Stimme rau. Ich gehorchte, schob den Stoff über meine Hüften, enthüllte mich ihm. Er kniete sich vor das Bett, zog mich an den Rand, bis meine Beine über seinen Schultern lagen. Sein Blick war gierig, als er meine Mitte betrachtete. „Verdammt, Lena“, murmelte er, bevor er sich vorbeugte. Seine Zunge traf meine Haut, langsam, fast andächtig. Er leckte über meine äußeren Lippen, dann tiefer, fand meine Klitoris und umkreiste sie mit präzisen Bewegungen. Ich keuchte, meine Hände griffen in sein Haar, zogen ihn näher. Er saugte sanft, dann intensiver, und ich spürte, wie sich mein Körper unter ihm aufbäumte.
„Nicht aufhören“, flüsterte ich, meine Stimme zitternd. Er grinste gegen meine Haut, seine Zunge bewegte sich schneller, während er einen Finger in mich schob, dann zwei. Die Kombination war überwältigend, und ich spürte, wie sich ein Orgasmus aufbaute. Meine Beine schlossen sich um seinen Kopf, meine Hüften drängten sich ihm entgegen. „Jonas… ich…“, stammelte ich, bevor ich kam, heftig und laut, mein Körper zitternd unter seinen Berührungen.
Er richtete sich auf, wischte sich den Mund und zog mein Kleid herunter, bis meine Brüste frei lagen. Meine Nippel waren hart, und er ließ seine Finger darüber gleiten, bevor er sich vorbeugte und sie in den Mund nahm, leicht zubiss. Ich wimmerte, mein Körper war immer noch empfindlich vom ersten Höhepunkt. „Geduld“, sagte er, als ich mich unter ihm wand. „Ich will dich genießen.“
„Die anderen kommen bald“, keuchte ich, halb aus Sorge, halb aus Verlangen.
„Lass sie“, sagte er mit einem schiefen Grinsen. Seine Hand wanderte zu meinem Gesicht, sein Daumen strich über meine Lippen, ließ mich meinen eigenen Geschmack kosten. Dann legte er seine Hand an meinen Hals, nicht fest, aber bestimmend, und ich spürte, wie mein Körper darauf reagierte. Mit der anderen Hand öffnete er seine Hose, und ohne Vorwarnung drang er in mich ein, langsam, aber tief. Sein Schwanz war groß, dehnte mich, und für einen Moment hielt er inne, genoss das Gefühl, wie ich ihn umschloss.
„Fuck, Lena“, stöhnte er, bevor er sich zu bewegen begann. Seine Stöße waren kontrolliert, aber kraftvoll, jeder traf genau die richtige Stelle. Ich schlang meine Beine um seine Hüften, zog ihn tiefer, fand seinen Rhythmus. Seine Hand ließ meinen Hals los, glitt hinunter zu meiner Klitoris, und seine Finger begannen, sie zu reiben, während er weiter in mich stieß. „Komm nochmal für mich“, sagte er, seine Stimme dunkel vor Lust.
Ich konnte nicht anders. Der Druck seiner Finger, die Intensität seiner Stöße – ich kam erneut, diesmal noch heftiger, meine Muskeln zogen sich um ihn zusammen. Er fluchte leise, seine Bewegungen wurden unregelmäßiger, und mit ein paar letzten, tiefen Stößen kam auch er, füllte mich mit seiner Wärme.
Wir lagen einen Moment da, schwer atmend, bevor er sich zurückzog. „Raus aus meinem Zimmer“, sagte er mit einem Lachen, das so typisch für ihn war. Ich zog mein Kleid zurecht, mein Körper immer noch zitternd vor Nachwirkungen. Als die anderen zurückkamen, saßen wir wieder auf der Terrasse, als wäre nichts passiert. Doch jedes Mal, wenn sein Blick meinen traf, spürte ich ihn zwischen meinen Beinen, und ich wusste, dass dies nicht das letzte Mal war.
Ein paar Stunden später, als die anderen schliefen, fand ich ihn in der Küche, nur in Boxershorts, ein Glas Wasser in der Hand. „Kannst du nicht schlafen?“, fragte er, ein Funkeln in den Augen.
„Nicht wirklich“, sagte ich und trat näher. „Und du?“
Er stellte das Glas ab, zog mich an sich. „Ich hab an dich gedacht.“ Seine Hände glitten unter mein Nachthemd, und ich spürte, wie mein Körper sofort reagierte. Diesmal war es schneller, drängender. Er hob mich auf die Kücheninsel, schob mein Nachthemd hoch und drang von hinten in mich ein, während ich mich an der Kante festhielt. Seine Hände griffen meine Brüste, kneteten sie, während er mich mit schnellen, harten Stößen nahm. „Leise“, flüsterte er, als ich zu stöhnen begann, aber das machte es nur intensiver.
Ich beugte mich weiter vor, meine Hände auf der kühlen Granitplatte der Kücheninsel, während Jonas hinter mir stand. Seine Stöße waren tief, fast schon fordernd, und jede Bewegung schickte Wellen der Lust durch meinen Körper. Seine Hände wanderten von meinen Brüsten zu meinen Hüften, packten sie fest, um mich genau dort zu halten, wo er mich wollte. „Du fühlst dich so verdammt gut an“, murmelte er, seine Stimme heiser vor Verlangen. Ich konnte nur keuchen, meine Finger krallten sich in die Kante der Arbeitsplatte, während er das Tempo erhöhte.
„Jonas…“, flüsterte ich, halb protestierend, halb flehend. Die Angst, dass jemand aufwachen könnte, machte die Situation nur noch aufregender. Er beugte sich vor, sein Atem heiß an meinem Ohr. „Willst du, dass ich aufhöre?“, fragte er, aber seine Hüften hörten nicht auf, sich zu bewegen. Ich schüttelte den Kopf, unfähig, Worte zu finden.
„Gut“, sagte er, und ich konnte das Grinsen in seiner Stimme hören. Plötzlich zog er sich zurück, und ich wimmerte leise über den Verlust. Doch bevor ich protestieren konnte, drehte er mich um, hob mich wieder auf die Kücheninsel, sodass ich ihm gegenüber saß. Meine Beine spreizten sich wie von selbst, und er trat dazwischen, seine Augen fixierten meine. „Ich will dich sehen, wenn du kommst“, sagte er, und die Direktheit seiner Worte ließ meinen Körper erbeben.
Er drang erneut in mich ein, diesmal langsamer, aber nicht weniger intensiv. Seine Hände lagen auf meinen Oberschenkeln, hielten sie gespreizt, während er sich in einem gleichmäßigen Rhythmus bewegte. Ich lehnte mich zurück, stützte mich auf meine Ellbogen, und beobachtete, wie er mich nahm – sein Blick wanderte über meinen Körper, von meinen Brüsten, die bei jedem Stoß wippten, zu der Stelle, wo wir miteinander verbunden waren. „Schau dir das an“, murmelte er, fast zu sich selbst, „wie perfekt du mich aufnimmst.“
Seine Worte trieben mich an den Rand. Ich spürte, wie sich ein weiterer Orgasmus aufbaute, diesmal langsamer, aber tiefer. Er beugte sich vor, küsste mich, seine Zunge tanzte mit meiner, während seine Stöße härter wurden. Eine Hand glitt zwischen uns, fand meine Klitoris und begann, sie in kreisenden Bewegungen zu reiben. „Komm für mich, Lena“, flüsterte er gegen meine Lippen, und das war alles, was ich brauchte. Mein Körper spannte sich an, meine Beine zitterten, und ich kam mit einem unterdrückten Schrei, meine Muskeln zogen sich um ihn zusammen.
Er folgte mir kurz darauf, seine Stöße wurden unregelmäßig, und mit einem leisen Fluch ergoss er sich in mich. Für einen Moment blieben wir so, schwer atmend, seine Stirn gegen meine gelehnt. Dann zog er sich zurück, half mir von der Kücheninsel und reichte mir mein Nachthemd. „Wir müssen vorsichtiger sein“, sagte ich, während ich den Stoff über meinen Kopf zog, mein Körper immer noch pulsierend vor Nachwirkungen.
„Oder wir machen einfach weiter“, grinste er, und seine Hand strich kurz über meinen Rücken, bevor er sich umdrehte und zurück in sein Zimmer ging. Ich stand allein in der Küche, das Herz hämmernd, und wusste, dass dieses Wochenende alles verändert hatte. Wie sollten wir jetzt weitermachen, ohne dass jemand etwas merkte? Und wollte ich überhaupt, dass es aufhörte?
