Der Winter in München hatte sich von seiner gnadenlosen Seite gezeigt. Als ich die Haustür meines Elternhauses aufschloss, klebte mein T-Shirt vom Training am Rücken, während mein Atem in kleinen weißen Wolken in der kalten Abendluft kondensierte. Ich war für die Feiertage zurückgekehrt, ein Ritual, das ebenso vertraut wie zwiespältig war. Drinnen schlug mir sofort wohlige Wärme und der Lärm einer ausgelassenen Runde entgegen.
Meine Schwester Lisa hatte ihre Mädelsclique zum „Vorglühen“ eingeladen. Im Flur stolperte ich beinahe über ein halbes Dutzend Paar Stiefel und High Heels. Als ich ins Wohnzimmer trat, um kurz Hallo zu sagen, verstummte das Schnattern für eine Sekunde. Sechs Augenpaare musterten mich. Ich wusste, wie ich aussah: Die Sporttasche über der Schulter, die Muskeln noch aufgepumpt vom Kreuzheben, die graue Jogginghose tief auf der Hüfte sitzend. Mitten unter ihnen saß Elena.
Ich hatte sie seit Jahren nicht gesehen, aber die Veränderung war… bemerkenswert. Sie trug ein schwarzes, schulterfreies Schlauchkleid, das eigentlich illegal eng war. Ihre langen blonden Beine waren übereinandergeschlagen, und als sie mich ansah, blitze etwas in ihren Augen auf, das definitiv nicht nur am Prosecco lag. Ein schiefes Grinsen, ein kurzes Scannen meines Schritts, dann Blickkontakt.
„Na, der verlorene Sohn ist auch wieder im Lande“, neckte sie mit einer Stimme, die eine Oktave tiefer klang als früher.
Ich grinste zurück, ließ den Blick demonstrativ langsam an ihr herabgleiten und wieder hoch. „Und du hast dich auch nicht schlecht gehalten, Elena.“ Das Kichern der anderen übertönte die plötzliche Spannung im Raum, aber ich spürte sie. Wie statische Elektrizität.
Ich entschuldigte mich und ging nach oben. Ich brauchte diese Dusche. Nicht nur wegen des Schweißes, sondern um den Kopf freizubekommen. Das Badezimmer im ersten Stock war eine Oase aus dunkelgrauem Schiefer und Chrom. Ich schälte mich aus den Klamotten, warf sie in die Ecke und trat in die geräumige Walk-in-Dusche. Das Wasser stellte ich so heiß ein, wie ich es gerade noch ertragen konnte.
Minutenlang stand ich einfach nur da, die Hände gegen die kalten Fliesen gestemmt, während das heiße Wasser über meinen Nacken und Rücken prasselte. Der Dampf füllte die Kabine, hüllte mich in einen Nebel ein, der die Welt draußen dämpfte. Ich griff zum Duschgel – Sandelholz und Zeder – und begann, meinen Brustkorb und die Arme einzuseifen. Meine Gedanken wanderten unweigerlich nach unten. Das Bild von Elena in diesem verfluchten kleinen Schwarzen hatte sich eingebrannt.
Plötzlich klopfte es. Nicht zaghaft, sondern fordernd. Bevor ich antworten konnte, ging die Tür einen Spalt auf.
„Hey Julian? Sorry, aber unten ist besetzt und ich platze gleich. Kann ich kurz?“
Elenas Stimme. Die Musik von unten wummerte leise durch den Spalt herein. Mein Herzschlag beschleunigte sich augenblicklich. Die Dusche hatte zwar eine Glaswand, aber die war durch den Dampf und das Wasser nicht komplett durchsichtig – zumindest redete ich mir das ein.
„Klar“, rief ich über das Rauschen des Wassers hinweg. „Komm rein. Aber beschwer dich nicht über die Aussicht.“
Sie schlüpfte herein und schloss die Tür hinter sich. Das Klicken des Schlosses klang in meinen Ohren lauter als ein Pistolenschuss. Ich hörte das Klackern ihrer Absätze auf den Fliesen, dann das Rascheln von Stoff. Ich wusste, dass sie mich sehen konnte. Zumindest die Konturen. Meine Haut kribbelte, und es lag nicht am heißen Wasser. Während sie hinter mir ihr Geschäft verrichtete, spürte ich eine fast schmerzhafte Erektion, die sich ihren Weg bahnte. Ich entschied mich, nicht schüchtern zu sein. Langsam fuhr ich mit meinen eingeseiften Händen meinen Bauch hinab, tiefer, bis ich meinen harten Schwanz umschloss. Ich massierte ihn, langsam, rhythmisch, wohl wissend, dass jede Bewegung durch das Glas sichtbar war.
Ich hörte die Spülung, dann Wasser am Waschbecken. Aber sie ging nicht. Durch den beschlagenen Spiegel an der gegenüberliegenden Wand sah ich ihre Silhouette. Sie stand da, die Hände am Beckenrand abgestützt, und starrte unverhohlen in den Spiegel – direkt auf mein Spiegelbild in der Dusche.
Ich drehte mich um. Das Wasser lief mir über die Brust, spülte den Schaum weg. Durch die Glastür sahen wir uns an. Ihre Augen waren geweitet, die Lippen leicht geöffnet.
„Alles okay da draußen?“ fragte ich, meine Stimme rau.
Sie zuckte nicht zusammen. Sie lächelte nur, ein hungriges Lächeln. „Du hast dich… verändert, Julian. Die Mädels unten meinten schon, deine Jogginghose hätte kaum noch Platz für deine Entwicklung.“
„Willst du eine bessere Perspektive?“
Ohne ihre Antwort abzuwarten, drückte ich die Glastür auf. Der Dampf billigte aus der Kabine und umhüllte sie. Ich stand nackt vor ihr, das Wasser tropfte von meinem Körper auf den Boden. Mein Schwanz stand steil und hart vom Körper ab, pulsierend im Takt meines Herzschlags. Elena atmete scharf ein. Ihr Blick war an meiner Mitte fixiert.
„Fuck“, flüsterte sie. „Das ist… beeindruckend.“
„Komm her“, forderte ich leise. Es war keine Bitte.
Sie trat einen Schritt näher, ignorierte, dass das Wasser ihre teuren Schuhe benetzte. Die Hitze, die von ihr ausging, vermischte sich mit der feuchten Luft des Badezimmers. Sie roch nach Vanille und teurem Alkohol. Zögernd streckte sie eine Hand aus. Ihre Finger waren kühl, als sie meine nasse Haut berührten, erst an der Brust, dann tiefer, über die Bauchmuskeln, bis sie meinen Schaft umfasste.
Ein Stöhnen entwich mir, als sie fest zupackte. „Du bist so heiß“, murmelte sie und trat noch einen Schritt näher, bis ihr Kleid an meinen nassen Beinen klebte. Ich spürte ihre Brüste gegen meinen Oberkörper pressen.
Ich ließ meine Hände über ihre nackten Schultern gleiten, spürte die Gänsehaut auf ihrer Haut. „Und du hast zu viel an“, knurrte ich.
Mit einer fließenden Bewegung hakte ich meine Daumen in den oberen Rand ihres Schlauchkleides. Sie wehrte sich nicht, hob sogar leicht die Arme, als ich den Stoff nach unten riss, bis er sich um ihre Taille bauschte. Ihre Brüste sprangen mir entgegen, perfekt geformt, die Nippel hart wie Diamanten von der kühlen Luft und der Erregung. Ich fackelte nicht lange. Ich nahm ihre Brüste in beide Hände, knetete das weiche Fleisch und beugte mich hinab, um einen Nippel in den Mund zu nehmen.
Elena keuchte auf, ihre Hände vergruben sich in meinen nassen Haaren. „Gott, Julian… wenn jemand reinkommt…“
„Die Tür ist zu“, murmelte ich gegen ihre Haut, während meine Zunge über ihre empfindliche Warze kreiste. „Und die Musik ist laut.“
Ich ließ von ihrer Brust ab und ging in die Hocke. Sie wusste sofort, was ich vorhatte. Sie schob ihre Beine etwas breiter auseinander. Ich schob das Kleid weiter hoch, hakte meine Finger in ihr schwarzes Höschen und zog es zur Seite. Der Duft ihrer Erregung traf mich wie ein Schlag – moschusartig, süß, intensiv. Sie war klatschnass.
Ich presste mein Gesicht zwischen ihre Schenkel. Als meine Zunge ihre Klitoris fand, entfuhr ihr ein Laut, der irgendwo zwischen einem Wimmern und einem Schrei lag. Ich musste sie festhalten, ihre Oberschenkel zitterten so stark. Ich leckte sie mit langen, kräftigen Strichen, während meine Finger in ihr Fleisch gruben, um sie stabil zu halten. Sie schmeckte unglaublich.
„Julian, bitte… ich halt das nicht aus… ich brauch dich… jetzt!“ flehte sie und zog an meinen Haaren, um mich hochzuzerren.
Ich erhob mich, das Blut rauschte in meinen Ohren. Ich packte sie an der Taille, drehte sie um und drückte sie mit dem Oberkörper auf das kühle Waschbecken aus Marmor. Ihr Hintern streckte sich mir im Spiegel entgegen, eine perfekte Einladung. Das Risiko, dass jederzeit jemand an der Tür rütteln könnte, pumpte pures Adrenalin durch meine Adern.
Ich trat hinter sie, mein Schwanz rieb gegen ihre feuchte Spalte. Ich beugte mich zu ihrem Ohr vor, biss leicht in das Ohrläppchen. „Sag mir, dass du das willst.“
„Fick mich“, keuchte sie und drückte ihren Hintern gegen mich. „Fick mich hart, bevor sie nach mir suchen.“
Ich brauchte keine zweite Aufforderung. Ich führte meine Eichel an ihren Eingang und stieß mit einem einzigen, fließenden Ruck in sie hinein. Sie war so eng, so heiß, dass ich für eine Sekunde die Augen schließen musste, um nicht sofort zu kommen. Elena stöhnte laut auf, ihre Fingernägel kratzten über den Marmor des Waschtisches.
Ich fand schnell einen harten, unbarmherzigen Rhythmus. Das Klatschen meiner Hüften gegen ihren Hintern hallte von den Kacheln wider, vermischte sich mit ihren unterdrückten Schreien und dem leisen Plätschern der Dusche, die immer noch lief. Ich packte sie an den Hüften, zog sie bei jedem Stoß tiefer auf mich. Ich sah uns im Spiegel – ein Bild purer, animalischer Lust. Ihr Gesicht war verzerrt vor Ekstase, die Lippen geschwollen, die Augen geschlossen.
„Du bist so eng, verdammt“, knurrte ich.
„Tiefer, Julian! Ja, genau da!“
Wir hörten Schritte auf dem Flur. Gelächter, direkt vor der Tür. Wir erstarrten für eine Millisekunde. Elenas Muskeln zogen sich um meinen Schwanz zusammen, so fest, dass es mich fast über die Kante trieb. Die Stimmen entfernten sich wieder in Richtung Treppe. Dieser Moment der Panik war der Funke, der das Pulverfass zur Explosion brachte.
Ich legte ihre Hand auf den Mund, um sie zu dämpfen, und erhöhte das Tempo. Ich rammte mich in sie, immer und immer wieder, verlor mich völlig in der Empfindung ihrer feuchten Hitze. Ich spürte, wie sie unter mir verkrampfte, wie die Orgasmushellen durch ihren Körper rollten. Ihr gedämpftes Schreien in meine Handfläche war das Erotischste, was ich je gehört hatte.
Das war zu viel. Ich zog ihn fast ganz raus, nur um ihn dann bis zum Anschlag wieder hineinzustoßen und mich in ihr zu ergießen. Welle um Welle pumpte ich mein Sperma tief in sie hinein, während ich mich zitternd an ihren Schultern festklammerte.
Wir blieben so stehen, schwer atmend, ineinander verkeilt, während das Adrenalin langsam abebbte und der Realität Platz machte. Ich zog mich vorsichtig aus ihr zurück. Ein dünner Faden aus Flüssigkeit verband uns noch kurz, bevor er riss.
Elena drehte sich langsam um. Ihr Haar war zerzaust, ihr Make-up leicht verschmiert, aber sie sah wunderschön aus. Sie lehnte sich gegen das Waschbecken, die Brust hob und senkte sich schwer. Wir sagten nichts, grinsten uns nur an wie zwei Komplizen nach dem perfekten Verbrechen.
Sie richtete ihr Kleid, zog das Höschen zurecht und warf einen Blick in den Spiegel. Mit wenigen Handgriffen brachte sie ihre Haare wieder in Ordnung. Dann drehte sie sich zur Tür, die Hand schon auf der Klinke.
„Du hast da was vergessen“, sagte ich leise und nickte zu meinem Handy, das auf der Ablage lag.
Sie verstand sofort. Sie nahm es, entsperrte es (mein Code war simpel) und tippte ihre Nummer ein. Dann schickte sie sich selbst eine Nachricht. Bevor sie ging, drückte sie mir einen flüchtigen, aber heißen Kuss auf den Mund.
„Wir sehen uns unten“, flüsterte sie. „Lass dir nicht zu viel Zeit. Ich will nicht, dass du kalt wirst.“
Als die Tür ins Schloss fiel, lehnte ich mich gegen die kühle Wand und atmete tief durch. Mein Handy vibrierte. Eine neue Nachricht von einer unbekannten Nummer.
„Das war erst der Anfang. Ich kann kaum noch laufen. XOXO“
Ich grinste, stellte das Wasser der Dusche ab und wusste: Das würden verdammt interessante Feiertage werden.



